„René ist einer von uns!“ Erfolgscoach hofft auf lange Zusammenarbeit mit Wagner

René Wagner mit den Jungprofis Felipe Chavez, Jahmai Simpson-Pusey und Fynn Schenten.
Unterschiedliche Wege zum Profi: René Wagner mit den Jungprofis Felipe Chavez, Jahmai Simpson-Pusey und Fynn Schenten. Foto: imago/Jan Huebner

Neben einem guten Scouting-System ist die Entwicklung eigener Talente überlebenswichtig für den 1. FC Köln. U19-Trainer Stefan Ruthenbeck sucht dafür den Kontakt zu Chefcoach René Wagner.

Welcher Nachwuchsspieler könnte den Profis des 1. FC Köln auf Anhieb weiterhelfen? Wem würde Erfahrung bei der U21 gut tun? Wer sollte seine Erfahrungen in Dritter oder Zweiter Liga bei einem anderen Club suchen? Bei der Entwicklung der eigenen Talente hin zu Profi-Fußballern im Herren-Bereich gibt es nicht den eigenen Weg, beim FC will man in Zukunft versuchen, noch besser das Potenzial aus der hervorragenden Nachwuchsarbeit zu schöpfen.

Ein wesentliches Mittel: Gute Kommunikation zwischen dem Cheftrainer der U19 und Sportchef Thomas Kessler, Kaderplaner Tim Steidten und Chefcoach René Wagner. „Ich bin mit Kess und René im Austausch. René findet ein paar Jungs schon sehr spannend. Der ein oder andere wird bestimmt oben aufschlagen, davon bin ich überzeugt. Aber wir müssen schauen, wieviel Zeit sie brauchen, wann sie soweit sind“, sagt Ruthenbeck vor dem U19-Finale um die Deutsche Meisterschaft am kommenden Sonntag bei der TSG Hoffenheim.

Ruthenbeck: „Es gibt nicht den einen Weg“

In der vergangenen Saison wurde etwa der im Nachwuchs so erfolgreiche Fynn Schenten bei den Profis eingesetzt, konnte aber keine Akzente setzen. Für ihn kamen diese Einsätze noch einen Tick zu früh, während Youssoupha Niang zumindest andeutete, sich körperlich behaupten zu können und im nächsten Jahr einen weiteren Schritt zu machen.

Allerdings werden Kessler und Co. auch zu dem Schluss kommen, dass für andere Spieler Optionen wie eine Leihe abgewogen werden müssen. „Aus Perspektive des U19-Trainers ist es so genau richtig. Julian Pauli ist in Dresden zum Stammspieler geworden. Wir werden aber auch negative Beispiele finden. Für den einen ist der nächste Schritt vielleicht die U21, für den anderen das Ausland. Man muss immer genau draufschauen, was am besten passt.“ 

Vier Eigengewächse kommen zurück

Neben Pauli kommen im Sommer Elias Bakatukanda und Emin Kujovic aus Österreich sowie Jaka Cuber Potocnik aus Essen wieder. Nicht jeder von ihnen wird den Sprung zu den Profis schaffen. Ruthenbeck ist aber überzeugt, dass Wagner der richtige Mann ist, um die Talente im Sommer zu bewerten und ihnen ehrliche Feedbacks zu liefern.

„René und ich sind schon eng und im Austausch. Egal, wer hier Cheftrainer gewesen ist, muss es die Pflicht des U19-Trainers sein, mit einer Tasse Kaffee hochzugehen und den Austausch zu suchen“, sagt Ruthenbeck. „Das muss auch von mir kommen. Bei Lukas (Kwasniok) hat das nicht immer funktioniert wegen der Youth League. Wir hatten echt nicht so viel Zeit. Ich versuche jetzt häufiger bei René zu sein. Er ist schon fast einer von uns durch die Historie mit Steffen Baumgart. Wir hoffen alle, dass wir lange mit ihm zusammenarbeiten dürfen.“

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