Der 1. FC Köln hat den Traum der Titelverteidigung am Sonntag im Finale um die Deutsche Meisterschaft begraben müssen. Die Geißböcke verloren bei der TSG Hoffenheim mit 0:2 (0:2) und mussten sich nach einer eindrucksvollen Saison mit dem Vizemeister-Titel zufrieden geben.
Aus der PreZero Arena berichten Marc L. Merten und Lars Tetzlaff
Vor einem Jahr feierte der 1. FC Köln mit der U19 den großen Triumph und gewann in Leverkusen die Deutsche Meisterschaft. Ein Jahr später wollte die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck diese Sensation wiederholen. Doch die TSG Hoffenheim erwies sich als zu stark für die Geißböcke. So verpasste der FC im Finale nicht nur den Titel, sondern auch den erneuten Einzug in die Youth League.
Tore und Highlights
18. Minute: Der FC setzte zunächst wie erwartet auf Konter, während die TSG die Spielkontrolle an sich riss. Obwohl die Geißböcke mehrere gute Angriffe fuhren, ging Hoffenheim in Führung. Nach einer unglücklichen Abwehraktion von Arian Römers 18 Meter zentral vor dem FC-Tor bekamen die Gastgeber einen Freistoß zugesprochen. Maxim Naumann nahm Anlauf und versenkte den Ball mit einem strammen Flachschuss im Torwarteck. Timo Schmitz sah dabei nicht gut aus. Das frühe 0:1.
37. Minute: Die TSG blieb die bessere Mannschaft und spielte sich mehrere Chancen heraus, bei denen die Geißböcke schon Glück hatten. Dann aber kam die 37. Minute. Eine Flanke von der linken Kölner Abwehrseite flog in den Fünfmeterraum. Dort konnte Schmitz den Ball nicht entscheidend wegfausten. Stattdessen fiel die Kugel am hinteren Fünfer-Eck runter, wo Finn Sherlock den Ball direkt nahm und über die Linie drückte. Das 0:2 und damit eine große Aufgabe für den FC.
45. Minute: Noch vor der Pause vergab der FC gleich drei Großchancen auf den Anschlusstreffer. Stapelmann schoss aus sechs Metern über das Tor (44.), Völp vergab im Eins-gegen-Eins vor dem TSG-Tor gegen Keeper Biedermann (44.) und Ley schoss aus zehn Metern unbedrängt ans Außennetz (45.). Das waren die riesigen Gelegenheiten, um noch vor der Pause ins Spiel zurückzukehren. Stattdessen liefen die Geißböcke dem Zwei-Tore-Rückstand weiter hinterher.
2. Halbzeit: Nach der Pause boten beide Mannschaften nur noch wenige Torraumszenen. Die Hoffenheimer spielten früh auf Zeit, ließen sich unzählige Male behandeln und verhinderten so jeden Spielfluss. Der FC wiederum fand kaum einmal einen Weg gefährlich vor das TSG-Tor. So verrinn die Zeit zusehends, ohne dass die Geißböcke noch einmal einen Fuß in die Tür dieses Spiels bekamen. Am Ende blieb es beim 0:2 für Hoffenheim.
Personal
So spielte der FC: Schmitz – Fürst, Stapelmann, Kotya-Fofana, Friemel – Irmiev (70. Puzzo), Römers – Ley, Völp (85. Markoski) – Ponente Ramirez (85. Ekweribe), Schenten (70. Afri Akumu)
Zur Aufstellung: Stefan Ruthenbeck brachte im Finale seine stärkste Elf, die sich gerade im Mittelfeld mit Römers, Völp und Ley variabel zeigen sollte. Ley gesellte sich immer wieder in die Sturmspitze zu Schenten, während Römers zwischen der Sechs und der Zehn pendelte. Völp spielte mal links, mal im Zentrum. So wollten die Geißböcke die Räume schließen und den spielstarken Hoffenheimern wenig Kombinationsfläche bieten.
Fazit
Der 1. FC Köln hat eine besondere Saison hinter sich. Als Titelverteidiger gestartet, übertragen die Ruthenbeck-Jungs alle Erwartungen mit dem erneuten Einzug ins Finale und dem DFB-Pokal-Halbfinale. Nicht zu vergessen mit dem Youth-League-Highlight gegen Inter Mailand. Das mindert die Enttäuschung über das verlorenen Finale gegen Hoffenheim nicht, doch die TSG gewann letztlich verdient, auch wenn der FC nie aufsteckte und genau die Eigenschaften zeigte, die die Mannschaft durch die gesamte Saison trug. Hut ab vor der Leistung der letzten Monate!







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