Der 1. FC Köln verstärkt sein Trainerteam mit einem alten Bekannten: Als Co-Trainer heuert Kevin McKenna am Geißbockheim an, der schon unter Steffen Baumgart gemeinsam mit René Wagner arbeitete.
Standards, Kopfballstärke, Präsenz in den Strafräumen – genau in diesen Bereichen offenbarte der 1. FC Köln in der vergangenen Saison immer wieder Defizite. Sowohl offensiv als auch defensiv ließen die Geißböcke bei ruhenden Bällen zu viele Punkte liegen. Nun kehrt ausgerechnet jemand ans Geißbockheim zurück, der genau weiß, worauf es dort ankommt: Kevin McKenna wird neuer Co-Trainer im Team von René Wagner.
„Kevin bringt durch seine Stationen als Co-Trainer bei verschiedenen Traditionsvereinen und in der Bundesliga einen großen Erfahrungsschatz mit. Gleichzeitig kennt er den 1. FC Köln aus seiner eigenen Vergangenheit sehr gut. Seine Erfahrung, seine fachliche Expertise und seine Persönlichkeit werden eine Bereicherung für unser Trainerteam sein. Wir freuen uns, ihn wieder in der FC-Familie begrüßen zu dürfen“, sagt FC Geschäftsführer Thomas Kessler.
Der Kanadier dürfte bei vielen FC-Fans noch immer beste Erinnerungen hervorrufen. Zwischen 2007 und 2012 absolvierte der ehemalige kanadische Nationalspieler 153 Pflichtspiele für den FC, erzielte elf Tore und entwickelte sich schnell zu einem Publikumsliebling.
McKenna verkörperte kämpferische Tugenden: kompromisslose Zweikampfführung, Führungsstärke und enorme Kopfballpräsenz. Vor allem bei Standards gehörte der Innenverteidiger auf beiden Seiten des Platzes regelmäßig zu den auffälligsten Akteuren, sodass ihn der inzwischen verstorbene Ex-Coach Christoph Daum mehrfach aus als Stürmer in engen Spielen in der Schlussphase ins Gefecht schickte.
McKenna: Mit Steffen Baumgart über Köln zum HSV & Union
Für McKenna ist es nicht die erste Rückkehr nach Köln. Bereits zwischen 2021 und 2023 arbeitete der 46-Jährige als Co-Trainer unter Steffen Baumgart am Geißbockheim – gemeinsam mit dem jetzigen Chef-Coach. In dieser Zeit gehörte er zu jenem Trainerteam, das den FC zurück in die obere Tabellenhälfte führte und die Qualifikation für die UEFA Europa Conference League erreichte. Intern galt McKenna als wichtiger Ansprechpartner für die Defensivspieler und als jemand, der die Sprache der Mannschaft sprach. Eine Rolle, die in der Schlussphase der Saison Lukas Sinkiewicz ausfüllte, für den damit kein Platz im Assistenzteam Wagners sein dürfte.
McKenna dagegen brennt auf die Herausforderung: „Ich freue mich sehr, wieder beim FC zu sein. Ich habe schon häufig gesagt, dass es für mich eine sehr große Ehre ist, bei einem so großen Verein erst spielen und jetzt trainieren zu dürfen. Besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam und den Jungs.“
Nachdem er mit Steffen Baumgart, den er aus gemeinsamen Cottbuser Tagen kannte, erst zum Hamburger SV und dann zu Union Berlin gewechselt war, kehrt der frühere Innenverteidiger und C-Lizenz-Inhaber nun erneut an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ob der ehemalige Abwehrchef die Kölner Standard-Schwäche nun direkt beheben kann, wird sich erst zeigen. Klar ist aber: Mit Kevin McKenna holt der FC einen Mann zurück, der für genau jene Qualitäten steht, die den Geißböcken zuletzt immer wieder gefehlt haben.








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