Kein Kader-Platz: Stürmer droht ohne Transfer das Adamyan-Schicksal

Imad Rondic hat keine Zukunft beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Imad Rondic hat keine Zukunft beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Imad Rondic hat zwar einen langfristigen Vertrag, aber keine Zukunft beim 1. FC Köln. Die Verantwortlichen haben für den Stürmer im Kader keinen Platz vorgesehen. Heißt: Ohne einen Wechsel würde sein Weg schnell zur U21 führen.

Man kann mit einem Stürmer-Transfer aus der polnischen Ekstraklasa ein glückliches Händchen beweisen. So geschehen beim 1. FC Magdeburg, der sich Mateusz Zukowski für gerade mal 250.000 Euro sicherte und bei einem Verkauf in diesem Sommer ein Vielfaches dieser Summe kassieren würde. Der 17-Tore-Mann des Zweitligisten wird aktuell unter anderem mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht (der GEISSBLOG berichtete).

Die Geißböcke selbst hatten bei der Stürmer-Suche in Polen weniger Glück. Im Februar 2025 kam Imad Rondic für rund 1,5 Millionen Euro von Widzew Lodz. Eineinhalb Jahre und zwei Leihen später geht es für den FC lediglich noch darum, einen dauerhaften Abnehmer für den Bosnier zu finden.

Nach zwei Leihen soll endgültige Trennung her

In der vergangenen Saison versuchte Rondic zunächst beim polnischen Conference-League-Club Raków Czestochowa sein Glück, konnte sich jedoch nicht durchsetzen und kehrte im Winter nach Deutschland zurück, um es bei Preußen Münster zu probieren. Hier kam Rondic immerhin auf knapp 900 Einsatzminuten, traf zweimal und bereitete zwei Tore vor.

Münsters Abstieg konnte er allerdings nicht verhindern. Und da die 3. Liga für den 27-Jährigen, dem beim FC ein Bundesliga-Jahresgehalt in Höhe von 600.000 Euro zusteht, nicht infrage kommt, beginnt die Vereinssuche von neuem. Diesmal streben die Kölner Verantwortlichen einen festen Abgang an – was mit Blick auf Rondics Vertrag bis 2029 eher Geld kosten als bringen dürfte.

Es gibt durchaus schon Anfragen für Imad – auch aus der 2. Liga.

Berater Laurent Burkart

Laurent Burkart, der Berater des Angreifers, frohlockte bereits vor Saisonende gegenüber der Bild: „Es gibt durchaus schon Anfragen für Imad – auch aus der 2. Liga.“ Das gilt es nun zu beweisen und mit den finanziellen Hürden in Einklang zu bringen. Gerüchte über mögliche Interessenten sind bislang nicht zu vernehmen. Fakt ist: Im Profi-Kader des FC ist für Rondic definitiv kein Platz vorgesehen.

Ohne Wechsel droht Regionalliga

Findet sich bis zum Trainingsauftakt keine Lösung, droht Rondic ein ähnliches Schicksal wie im Vorjahr Sargis Adamyan, für den in der Vorbereitung bei den Profis frühzeitig Endstation war. Bereits beim ersten Testspiel unter Lukas Kwasniok zählte der inzwischen verabschiedete Stürmer nicht zum Aufgebot. Kurz darauf wurde Adamyan nicht für das Trainingslager berücksichtigt und ganz aus dem Profi-Kader gestrichen – er trainierte fortan nur noch mit der U21 und kam nach Schließung des Transferfensters auch in der Regionalliga zum Einsatz.

Im Fall von Rondic werden weder die Verantwortlichen noch der Spieler ein Interesse an solch einem Szenario haben. Da das Aussitzen seines Vertrags einem Karriereende gleichkäme, muss der Bosnier bereit sein, auf Geld zu verzichten. Grundsätzlich hat Rondic in Münster gezeigt, dass er das Potenzial für die 2. Bundesliga hat.

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