Zwei Youngsters sind ihren Jahrgängen voraus: Assad Kotya-Fofana und Maik Afri Akumu wurden mit gerade mal 17 Jahren in die U21 des 1. FC Köln befördert. Für Lukas Berg sind sie ein gutes Beispiel für den angestrebten Weg im FC-Nachwuchs.
Er ist erst 17 Jahre alt, 1,96 Meter groß und macht gerade einen Riesenschritt nach oben: Assad Kotya-Fofana rückt in die U21 des 1. FC Köln auf. Der Innenverteidiger, geboren in Kerpen und bis 2023 ausgebildet bei Viktoria Köln, hat sich so rasant entwickelt, dass eine weitere U19-Saison für die FC-Verantwortlichen schlichtweg keinen Sinn ergeben würde.
In der U21 bekommt Kotya-Fofana die neue Entwicklungshürde, die er braucht. Zur Einordnung: Als Jahrgang 2008 hätte das Abwehr-Talent noch eine weitere Saison U19 spielen können. Doch das wäre schon seine dritte gewesen, der FC hatte ihn bereits vor zwei Jahren vorzeitig als U17-Spieler zu den A-Junioren hochgezogen.
Berg: „Nicht zu lange in den gleichen Jahrgängen“
Seitdem sammelte der Verteidiger in zwei Spielzeiten 42 Pflichtspiel-Einsätze in der U19, darunter fünf in der UEFA Youth League. Der Technische Direktor Lukas Berg bringt es auf den Punkt: „Wenn die Jungs so weit sind, dass sie die eine oder andere Altersklasse überspringen können, dann machen wir das unglaublich gerne.“
Dahinter steckt laut Berg eine Philosophie, die beim FC konsequent gelebt wird. „Assad ist ein gutes Beispiel, weil er als U17-Spieler schon sehr früh im U19-Kontext war. Wir gucken immer, dass ein Spieler nicht zu lange in den gleichen Jahrgängen spielt.“
Es passt in unsere Strategie, dass wir gar nicht aufs Alter gucken, sondern lediglich auf Qualität.
Lukas Berg
Nicht das Alter entscheide über den nächsten Schritt, sondern das Können. „Es passt in unsere Strategie, dass wir gar nicht aufs Alter gucken, sondern lediglich auf Qualität“, so Berg. Dieser Weg soll die Entwicklung der Mannschaft in der Regionalliga West weiter vorantreiben.
Neben Kotya-Fofana dient hierfür auch Maik Afri Akumu als Beispiel. Ebenfalls 2008 geboren, spielte das Offensiv-Talent bereits vergangene Saison sechsmal in der Regionalliga. Der Linksaußen war im Sommer 2025 für eine hohe sechsstellige Summe von Hertha BSC ans Geißbockheim gewechselt, ist deutscher U-Nationalspieler und jetzt fester Bestandteil des Kölner U21-Kaders.
Sbonias bei den Profis – Vorteil für Talente?
Sollten Akumu und Kotya-Fofana ihrem Alter auch weiterhin voraus sein, dürfte es nicht lange dauern, bis sie ins Blickfeld von René Wagner vorstoßen. Der Profi-Coach hat mit dem bisherigen U21-Trainer Evangelos Sbonias nun einen Nachwuchsexperten an seiner Seite, sagte im Zuge von dessen Beförderung: „Er hat bereits gezeigt, dass er vor allem mit jungen Spielern erfolgreich arbeiten kann, weshalb er für unseren Weg der richtige Mann ist.“
Kotya-Fofana und Akumu wiederum sind Talente, die diesen Weg mitgehen sollen. Gerade die vergangene Saison hat gezeigt, wie wichtig es ist, hungrige Youngster, wie zuletzt Fynn Schenten oder Yannick Mausehund, im Hintergrund zu haben – wenn Verletzungen oder Abgänge kommen, muss der FC schnell reagieren und seinen Kader auffüllen können.







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