Am Sonntag startet die U17 des 1. FC Köln gegen den SV Sandhausen in die dritte Saison der DFB-Nachwuchsliga. Vor dem Auftakt sprach der neue Cheftrainer Benedikt Hammans über seinen Karriereschritt, den Kader und seine Ziele mit der Mannschaft.
Der Auftakt der U17 steht bevor: Am Sonntag um 14 Uhr empfängt der 1. FC Köln in der DFB-Nachwuchsliga den SV Sandhausen zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison. Für den ehemaligen U15-Coach Benedikt Hammans ist es zugleich die Premiere als Cheftrainer der B-Junioren. Der langjährige FC-Nachwuchstrainer übernahm die Mannschaft nach Manuel Hartmanns Beförderung zur U21 (der GEISSBLOG berichtete).
Fokus auf die Entwicklung statt Platzierung
Mit Hammans setzt der FC den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Der Inhaber der A+-Lizenz war zuletzt vier Jahre für die U14 und U15 verantwortlich. Die Beförderung kam für ihn zwar kurzfristig, doch der Schritt war bereits länger ein Thema. „Das kam natürlich ein wenig plötzlich. Ich hatte schon für die U15 geplant. Aber als sich die Möglichkeit ergeben hat, war mir klar, dass ich das machen möchte“, sagt Hammans im Gespräch mit dem GEISSBLOG. Eine wesentliche Differenz zur bisherigen Arbeit sieht der neue U17-Coach nicht: „In der Führung der Mannschaft und auf dem Platz ist das kein großer Unterschied. Es sind ähnliche Themen. Die Sachen gehen nur schneller.“
Konkrete Tabellenziele möchte Hammans nach wenigen Tagen im Amt nicht formulieren. Im Mittelpunkt steht für ihn die individuelle Ausbildung der Spieler. „Wir arbeiten mit klaren Entwicklungszielen“, erklärt der Trainer. Gleichzeitig sei der sportliche Ehrgeiz ohnehin gegeben: „Die Jungs wollen ihre Spiele immer gewinnen. Deswegen ist es natürlich unser Anspruch, in die Liga A zu kommen.“ Darüber hinaus spiele der enge Austausch mit U19-Trainer Stefan Ruthenbeck eine wichtige Rolle. Ziel der FC-Akademie ist es, möglichst viele Spieler optimal auf den nächsten Schritt in der U19 und darüber hinaus in Richtung Profiabteilung vorzubereiten.
Vom U9-Trainer zum U17-Chefcoach
Personell startet die U17 mit 20 Feldspielern und zwei Torhütern in die Saison. Mit Torhüter Jacob Esser und Innenverteidiger Ben Nwachukwu (beide 2010 geboren) sind bereits zwei Spieler höher in der U19 eingebunden. Als einzige externe Neuzugänge kamen Alexis Schady vom FC Schalke 04 und Leo Aporeigah von Borussia Mönchengladbach hinzu.
Gleichzeitig kämpft Hammans zum Saisonstart mit personellen Engpässen. „Wir haben vor dem Ligastart noch ein paar Verletzte, sodass der Kader aktuell noch ein wenig dünn ist. Die U16 startet erst am Montag in die Vorbereitung, vielleicht ziehen wir in den nächsten Wochen den ein oder anderen hoch“, sagt der Coach.
„Der FC ist für mich mehr als nur ein Job.“
Benedikt Hammans, U17-Cheftrainer
Nach ununterbrochenen 18 Jahren beim 1. FC Köln kennt Hammans die FC-Akademie wie kaum ein anderer. Seine Laufbahn begann bei der U9, anschließend betreute er die U11 sowie im Rotationsmodell die U12 und U13. Zuletzt war er vier Jahre lang Cheftrainer der U14 und U15, ehe er im Sommer die U17 übernahm. Den nächsten Schritt habe er dabei nie gezielt angestrebt. „Ich hatte nie den großen Karriereplan, sondern das ist gewachsen“, erklärt Hammans. Zu Beginn arbeitete er nebenberuflich für den Verein, heute ist er hauptamtlich in der Akademie tätig.
Kein „Verein im Verein“
Gerade seine langjährige Erfahrung innerhalb des Nachwuchsleistungszentrums betrachtet Hammans als großen Vorteil. Er kennt viele Spieler und Trainer bereits seit Jahren und setzt auf den engen Austausch innerhalb der Akademie. „Ich sehe die Nachwuchsarbeit eher als Ganzes und nicht nur eine Mannschaft als Verein im Verein“, erklärt der U17-Coach.
Dass er den Club seit fast zwei Jahrzehnten begleitet, spiegelt sich auch in seiner persönlichen Bindung wider: „Der FC ist für mich mehr als nur ein Job.“ Zusammen mit seinen Trainerkollegen will Hammans für seinen Herzensverein nun die nächste Generation an Talenten auf den Weg bringen.






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