„Brauchen stabile Defensivspieler“: Für Pauli bleibt die Tür wohl zu

Julian Pauli (li.) konnte sich in der Vorbereitung kaum zeigen. (Foto: Bucco)
Julian Pauli (li.) konnte sich in der Vorbereitung kaum zeigen. (Foto: Bucco)

Julian Pauli muss seinen Durchbruch beim 1. FC Köln wohl weiter verschieben. In der Generalprobe blieb dem Innenverteidiger ein langer Einsatz verwehrt. Elias Bakatukanda kam gar nicht zum Einsatz. Dabei waren die Tests in Paderborn ihre wohl letzte Chance, sich zu beweisen.

René Wagner wollte am Sonntag in den Testspielen beim SC Paderborn noch einmal mehrere Pärchen auf dem Platz sehen, um zu beurteilen, wie die Spieler des 1. FC Köln miteinander harmonieren. Im ersten Test (2:3) spielten in der Innenverteidigung Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili zusammen, im zweiten (3:4) Joel Schmied und Rav van den Berg.

Julian Pauli musste drei der vier Halbzeiten zuschauen. Und als er dann im zweiten Test nach dem Seitenwechsel zum Einsatz kam – mit Schmied dann als Aushilfs-Rechtsverteidiger – war er Teil der Defensive, die eine 3:1-Führung noch verspielte und drei Gegentore zuließ. Insgesamt also ein gebrauchter Tag für den FC im Allgemeinen und Pauli im Speziellen.

Wagner kennt Pauli noch immer nicht richtig

„Jeder hat die Chance sich hier zu zeigen“, sagte Sportchef Thomas Kessler vor der zweiten Partie, in der Pauli schließlich zumindest eine Halbzeit lang zum Einsatz kam, während alle anderen vier Innenverteidiger jeweils 90 Minuten Spielzeit erhielten. „Wir brauchen auf jeden Fall stabile Defensivspieler, und Julian hatte ein bisschen Pech, als er mit der Verletzung raus war. Dadurch haben die anderen ein Stück weit die Nase vorn.“

Tags zuvor hatte Chefcoach René Wagner noch erklärt, Pauli bislang „zu wenig gesehen“ zu haben, um ihn vollends bewerten zu können. Nach fünf Wochen Vorbereitung war dies ein bitteres Zeugnis . „Die anderen vier haben alles mitgemacht und deswegen bewerte ich aktuell die vier, sonst wäre es unfair gegenüber Julian.“ Doch weil Pauli auch am Sonntag in Paderborn wieder nur 45 Minuten Spielzeit bekam, während alle anderen 90 Minuten erhielten, hat sich die Rangfolge am Wochenende noch einmal gefestigt.

Berg soll sich um Leihgeschäfte kümmern

Von einem weiteren Innenverteidiger war da noch nicht einmal die Rede. Elias Bakatukanda spielte gar nicht. Dass er verliehen werden soll, ist längst bekannt. Nach GEISSBLOG-Informationen gibt es loses Interesse mehrerer Clubs, aber ein Leihgeschäft steht noch nicht vor dem Abschluss. Im Hintergrund arbeitet Lukas Berg als Technischer Direktor an einer Lösung, und womöglich könnte Berg bald noch mehr Arbeit bekommen.

Denn Kessler hatte bereits angekündigt, dass auch Pauli noch einmal verliehen werden könnte, sollte er sich nicht durchsetzen. Die Vorbereitung ist nun vorbei, vier Verteidiger haben die Nase vorn, in der Viererkette sind beide Innenverteidiger-Positionen doppelt besetzt. Die Verteidiger Nummer fünf und sechs hat kaum Chancen auf Einsätze. Beide jedoch bräuchten diese mit ihren 21 respektive 22 Jahren dringend. So haben nun beide Eigengewächse noch zwei Wochen Zeit, sich auf diese Situation einzustellen – und eine weitere Leihe anzustreben.

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