Said El Mala steht nach seinem starken Liga-Auftakt im Trikot des 1. FC Köln kurz vor einer Nominierung für die Spiele der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League. Doch nach einer Stunde stoppten ihn Krämpfe. Den Gründen dafür will der Schütze des 1:1 gegen Hoffenheim nun auf den Grund gehen.
13 Jahre in der besten Liga der Welt, ein Weltmeistertitel und die führende Rolle als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft: NBA-Routinier Dennis Schröder hat Said El Mala noch so einiges voraus. Kaum einer lebt seinen Sport so professionell, kaum jemand arbeitet selbst in der freien Zeit so akribisch an seiner körperlichen Fitness. Mit dem Kölner Athletik-Coach Arne Greskowiak achtet Schröder auf Mindset, Regeneration und Ernährung genauso wie auf ein individuelles Training. Ein Vorbild für den Stürmer des 1. FC Köln, der beim gemeinsamen Abendessen unter der Woche reichlich Inspiration für die nächsten Schritte seiner Karriere mitgenommen haben dürfte.
Ein großer Schritt naht ohnehin: Der Anruf von Bundestrainer Jürgen Klopp steht offenbar unmittelbar bevor, seine Nominierung für die Nations League am 17. September gilt bei einer Bestätigung seiner Form nach Sky-Informationen als sicher. Wobei das für interessierte Beobachter natürlich wenig überraschend kommt. Am 24. September trifft Deutschland in Amsterdam auf die Niederlande. Dort gibt Klopp sein Debüt als Bundestrainer – und El Mala als A-Nationalspieler?
Said El Mala rätselt über Krämpfe
Einzig seine körperliche Konstitution bereitet El Mala noch Sorgen, denn der Linksaußen des 1. FC Köln musste gegen Hoffenheim nach 65 Minuten wegen muskulärer Probleme Linton Maina weichen. „Ich hatte Krämpfe, ich weiß nicht, warum. Da muss ich nachhaken“, kündigte Kölns neue Nummer 10 Gespräche mit der medizinischen Abteilung an, um den Warnsignalen des Körpers auf den Grund zu gehen.
Sportlich allerdings konnte El Mala nach dem Sieg gegen die TSG Hoffenheim strahlen. Auch wenn es für ihn persönlich zwar stürmisch und chancenreich begann, seine Versuche aber nicht sofort von Erfolg gekrönt waren: „Bei meiner ersten Chance kommt Oli Baumann gut raus, da habe ich es nicht mehr geschafft, den Ball an ihm vorbeizulegen. Das war etwas unglücklich, aber davon lasse ich mich nicht ablenken“, erinnerte sich El Mala hinterher.
Said El Mala bekam Zuspruch nach Chancenwucher
Allerdings brauchte er für einen Moment schon die Unterstützung von Trainer und Mitspielern. „Die Jungs haben mir Mut zugesprochen, das zeichnet uns in der Mannschaft aus. In der zweiten Halbzeit hat es dann geklappt.“ Trainer René Wagner imponierte, dass sich sein Topstar von den vertanen Chancen nicht unterkriegen ließ: „Said ist superklar. Mittlerweile wissen alle, was er kann. Es ist nicht einfach, jedes Mal gegen ein, zwei, drei Gegenspieler ins Duell zu gehen. Das kostet auch Kraft.“ Und trug gewiss zu den Krämpfen bei.
Wagner analysierte: „Die erste Halbzeit war nicht besonders schlechter als die zweite. Er hat die zwei Chancen liegen lassen, aber er bleibt dran.“ Der Coach weiß natürlich, wie wichtig es ist, dass sich ein Stürmer mit El Malas Qualitäten von vergebenen Abschlüssen nicht vom Weg abbringen lässt. „Er kann jederzeit Tore machen. Mal dauert es vier Aktionen, dann ist die fünfte drin. Wenn es 15 Aktionen dauert, ist die 16. drin. Ich freue mich, dass er drangeblieben ist und sich belohnt hat.“
Said El Mala: „Ich mache mir keinen Druck“
Das funktionierte dann offensichtlich, der Jubel im Stadion glich einer Explosion. Von den gesteigerten Erwartungen gerade in seine Person will sich El Mala aber nicht ablenken lassen. „Wie man letztes Jahr gesehen hat, mache ich mir keinen Druck. Ich habe eine gute Mannschaft, einen guten Trainer, eine gute Familie. Das ist die Hauptsache. Die helfen mir sehr. Dafür bin ich dankbar“, sagte El Mala, der sich als Teil einer starken Einheit beim FC fühlt. „Ich bin überglücklich, hier zu sein. Auch nach meiner Auswechslung war ich auf der Bank sehr emotional. Ich wollte unbedingt die drei Punkte hier haben.“
Nun kommen noch drei Spieltage in Rut und Wieß, dann steht El Mala mit der DFB-Nominierung das nächste Abenteuer bevor, soweit er gesund bleibt. Dann ist er wieder einen Schritt weiter auf dem Weg, den Vorbild Dennis Schröder im Basketball längst beschritten hat.








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