Wenn Carlsons Rotation Früchte trägt: FC-Frauen trotz Verletzungspech auf Kurs

Marina Hegering jubelt am Spielfeldrand in Mainz. (Foto: Sylvia Eichinger)
Marina Hegering jubelt am Spielfeldrand in Mainz. (Foto: Sylvia Eichinger)

Kein Spieltag vergeht beim 1. FC Köln derzeit ohne Umbauarbeiten in der Defensive: Der 4:0-Erfolg am Wochenende in Mainz stellte Britta Carlson zum wiederholten Mal vor die Aufgabe, ihre Innenverteidigung kurzfristig umzubauen.

Nach einer beinahe verletzungsfreien Vorbereitung verfolgt die Frauen des 1.FC Köln seit Saisonstart das Pech. Gerade in der Abwehrkette musste Britta Carlson auch beim 4:0-Erfolg in Mainz erneut kurzfristig rotieren, als dieses Mal Kapitänin Marina Hegering kurz vor Anpfiff in der Innenverteidigung wegfiel.

Insgesamt die Ausfälle von sechs verletzten Abwehrspielerinnen hat der FC derzeit zu kompensieren – ergebnis- und leistungstechnisch bislang aber mit Erfolg: Wie Carlson das auffängt und die Ergebnisse trotzdem mit Siegen krönt, zeigte sich auch gegen Mainz.

Personalengpässe in der Kette

Kathy Hendrich, Sædís Rún Heiðarsdóttir und Elise Stenevik fallen in der Abwehr allesamt langfristig aus. Bei Hendrich ist eine alte Fußverletzung wieder aufgebrochen, Heiðarsdóttir fehlt aufgrund einer Bänderverletzung und Stenevik kommt gerade aus einer OP am Syndesmoseband. Gegen Mainz gesellten sich dann Celina Degen und kurz vor dem Anpfiff auch Kapitänin Hegering wegen muskuläre Probleme hinzu. Merle Hokamp fehlt bereits seit Saisonstart.

So muss Carlson aktuell kleinteilig improvisieren. Gegen Hoffenheim war Degen für Hendrich neben Hegering und Bohnen in die Dreierkette gerückt, Leimenstoll übernahm außen links für die fehlende Heiðarsdóttir – beide machten ein gutes Spiel. Gegen Mainz ersetzte nun Anna Gerhardt die ausgefallene Degen, Laura Vogt rückte von der Sechs für Hegering in die Dreierkette, Amelie Bohnen blieb die einzige Konstante. Bei aller Rotation blieb so auch Platz für einen schönen Moment: Eigengewächs Carolin Elsen stand erstmals für die Bundesliga-Frauen auf der Sechs in der Startelf.

Langsam gehen Carlson die Alternativen aus

Auch für Gerhardt war der Einsatz etwas überraschend: Die Linksverteidigerin hatte nach der Vorbereitung angesichts starker internationaler Neuzugänge zunächst wenig Hoffnung auf viel Spielzeit gehabt. Umso mehr freute sich Carlson über ihre Vorstellung. „Sie hat es richtig, richtig gut gemacht“, lobte die FC-Trainerin.

Sollten nun allerdings noch weitere Spielerinnen ausfallen, könnten Carlson bald die Optionen in der Innenverteidigung ausgehen. Mit Carlotta Imping saß in Mainz noch eine defensive Außenspielerin auf der Bank. Wer bis zum Wochenende gegen Union Berlin wieder zurückkommt, wird sich erst in der Trainingswoche zeigen. Dass Carlsons Arbeit trotz all dem Routieren Früchte trägt, zeigt die Bilanz: Seit dem ständigen Umbauen fuhr der FC zwei Saisonsiege ein.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete