Der 1. FC Köln hat zwar nur ein verhältnismäßig kleines Transfer-Minus gemacht. Dennoch sind nach Jahren des Sparens die Gehaltskosten für den Kader wieder deutlich gestiegen.
Thijs Dallinga gehört im Gehalt zu den teuersten Spielern des Kaders. Über allen steht jedoch Said El Mala, dessen Gehaltserhöhung auf rund drei Millionen Euro einerseits seiner Rolle gerecht wird, ihn aber andererseits auch zum absoluten Spitzenverdiener macht und die Geißböcke hier in neue Dimensionen vordringen lässt.
Dass es diese Entwicklung geben konnte, war „nur möglich, weil wir Jakub Kaminski verkaufen konnten“, sagt Sportchef Thomas Kessler. Der FC-Sportchef versicherte beim DuMont-Talk im Audi Zentrum in Ehrenfeld, dass der Club sich treu bleiben wolle.
Kessler: „Bei mir bringt keiner Geld vorbei“
Das Thema Investoren steht beim 1. FC Köln weiter auf dem Index, Kessler und seine Kollegen gehen diesen Weg voller Überzeugung mit. „Bei mir kommt keiner im Juli ins Büro und bringt Geld vorbei. Wenn ich hier Geschäftsführer werde, dann unterschreibe ich mit meinem Blut, dass ich mehr einnehme, als ich ausgebe.“
Heßt: Alles, was der 1. FC Köln ausgibt, muss er auch erwirtschaften. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir dauerhaft uns in der Bundesliga etablieren. Damit wir in der TV-Tabelle hochrutschen oder der ein oder andere unserer Partner ein bisschen mehr Geld dalässt. Aber es wird in den nächsten Jahren auf jeden Fall so sein, dass wir positive Transferbilanzen erzielen müssen. Und da werden wir auch mal unangenehme Entscheidungen treffen.“
Freiburg und Mainz machen es vor
Zumal was dem 1. FC Köln im Sommer mit Said El Mala beinahe das erste Mal gelungen wäre, nämlich ein Transfer im deutlich zweistelligen Millionenbereich, das gelingt anderen Clubs wie Mainz 05 oder dem SC Freiburg in schöner Regelmäßigkeit.
So verkaufte Freiburg Johan Manzambi für 60 Millionen Euro nach Aston Villa, Merlin Röhl schloss sich für weitere 25 Millionen Euro dem FC Everton an. Bei Mainz war es im Vorjahr Jonathan Burkhardt für 21,5 Millionen Euro nach Frankfurt, im Jahr davor brachte Brajan Gruda 31,5 Millionen Euro beim Wechsel in die Premier League ein.
Soweit ist der FC noch nicht, aber dahin will man sich mit klugen Transfers und Kaufoptionen entwickeln. Und sich dabei treu bleiben: Nicht mehr ausgeben, als einnehmen.








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