Thijs Dallinga ist wieder fit – und einer der Hoffnungsträger auf den zweiten Heimsieg des 1. FC Köln. Gegner Werder Bremen hatte in diesem Sommer ebenfalls ein Auge auf den niederländischen Angreifer geworfen.
Der Held des Auftaktsiegs ist bereit für seinen nächsten Streich. Thijs Dallinga, der beim 3:2-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim doppelt getroffen hatte und anschließend beim 1:4 in Stuttgart aufgrund eines Magen-Darm-Infekts ausfiel, kehrt gegen den SV Werder Bremen in den Kader des 1. FC Köln zurück.
„Ich glaube, dass einer von beiden starten kann – der andere wahrscheinlich nicht“, sagt René Wagner vor dem Heimspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) über Dallinga und Said El Mala, die in Stuttgart beide krankheitsbedingt fehlten und stellt dem Niederländer, der ein paar Tage früher als El Mala auf den Trainingsplatz zurückkehrte, damit das Startelf-Debüt in Aussicht (der GEISSBLOG berichtete).
Bremen unter den vielen Interessenten für Dallinga
Für Bremen ist Dallinga kein unbeschriebenes Blatt: Schon bevor das Kölner Werben um dem 26-Jährigen durchsickerte, galt Werder als Interessent für den Stürmer des FC Bologna. In Italien wurde Bremen genau wie der FC Valencia, der FC Sevilla, Olympique Lyon und Stade Rennes als einer der zahlreichen Clubs aufgezählt, die sich mit Dallinga beschäftigten.
Das Rennen machte allerdings Köln. Für Sportchef Thomas Kessler besaß die Suche nach einem hochklassigen Angreifer, der sich mit Ragnar Ache um den Stammplatz streiten oder gemeinsam mit dem erfolgreichsten Mittelstürmer der Vorsaison auflaufen kann, in diesem Transfersommer eine hohe Priorität.
Der einfachste Wechsel meiner Karriere.
Thijs Dallinga
Dallingas Bundesliga-Debüt mit dem Doppelpack gegen Hoffenheim, der aus einem 1:2-Rückstand einen 3:2-Sieg machte, war für den FC-Geschäftsführer eine erste Bestätigung seiner Stürmer-Wahl. Der Niederländer selbst ist ebenfalls glücklich mit seiner Entscheidung pro Köln: „Es lief alles reibungslos und war, was die Eingewöhnung bei einem neuen Verein angeht, der einfachste Wechsel meiner Karriere. Alle im Club haben mir sehr geholfen, ich und meine Familie fühlen uns sehr gut.“
Nach zwei Jahren in Bologna, in denen er mehrheitlich als Joker zum Einsatz kam und in der Serie A lediglich fünfmal traf, hat Dallinga nach einem Umfeld gesucht, in dem er zu alter Stärke finden kann. Für den französischen Erstligisten Toulouse hatte er zuvor 37 Tore in 86 Pflichtspielen erzielt, nicht umsonst hatte Bologna für ihn 2024 rund 16 Millionen Euro gezahlt. Der FC kann sich Dallingas Dienste nach einer Leihsaison für zehn bis elf Millionen Euro dauerhaft sichern, bei dieser Summe soll die Kölner Kaufoption liegen.
Füllkrug oder Dallinga: Wer legt nach?
Für die finanziell alles andere als auf Rosen gebetteten Bremer wäre wohl ebenfalls nur eine Leihe infrage gekommen. Die Deichstube berichtete vor Dallingas FC-Wechsel, dass sich Werder schon seit längerer Zeit mit dem Angreifer beschäftigt, aber keine konkreten Gespräche geführt habe.
Die Bremer fanden ihr eigenes Stürmer-Glück in einem alten Bekannten: Niclas Füllkrug wechselte auf Leihbasis von West Ham United zurück an die Weser, verzichtete dafür auf einen hohen sechsstelligen Betrag seines Gehalts. Beim 3:1-Sieg gegen Leipzig am vergangenen Samstag gelang dem 24-fachen Nationalspieler der erste Saisontreffer.
Wir sind in einer sehr komfortablen Situation, einfach zwei Stürmer zu haben, die Bundesliga-Qualität besitzen.
René Wagner
In Köln, wo er bislang erst einmal mit dem BVB gewinnen konnte, will Füllkrug nachlegen. Gleiches gilt natürlich für Dallinga. Am Samstagabend kommt es zum Duell der beiden Top-Transfers – womöglich direkt von Beginn an.
Drei Szenarien: Wie entscheidet Wagner?
„Ragy kann starten, Thijs kann starten oder beide zusammen. Alle drei Szenarien sind möglich“, lässt Wagner noch alles offen und freut sich über den Konkurrenzkampf in der Spitze: „Da sind wir in einer sehr komfortablen Situation, einfach zwei Stürmer zu haben, die Bundesliga-Qualität besitzen. Thijs hat es nachgewiesen gegen Hoffenheim, aber auch schon in anderen Ländern. Ragy hat es bei uns nachgewiesen.“
Nun muss Wagner entscheiden, welche der drei Varianten gegen Bremen am besten passt. Aus FC-Sicht bleibt so oder so zu hoffen, dass die Bremer mit eigenen Augen ansehen müssen, was für ein Torjäger ihnen durch die Lappen gegangen ist.








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