Jahmai Simpson-Pusey ist in der Abwehr des 1. FC Köln gesetzt. Vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV spricht der Innenverteidiger über seinen Wechsel, die neue England-Offensive der Geißböcke und Nebenmann Luka Lochoshvili.
Beim 1:1 gegen Werder Bremen avancierte Jahmai Simpson-Pusey zum unfreiwilligen Vorlagengeber für Niclas Füllkrugs Pingpong-Tor. Insgesamt aber läuft es für den jungen Engländer seit seinem Wechsel zum 1. FC Köln im vergangenen Winter wie erhofft. Der Innenverteidiger war quasi vom Start weg Stammkraft, hat inzwischen 14 Bundesliga-Partien bestritten – ohne eine zwischenzeitliche Muskelverletzung sowie eine Rotsperre wären es noch mehr.
„Ich bin wirklich glücklich und sehr zufrieden mit der Entwicklung“, sagt Simpson-Pusey vor dem Spiel beim Hamburger SV, zeigt sich „dankbar für die Chance“ beim FC. Im Januar kam der bei Manchester City ausgebildete Youngster von Celtic Glasgow – von einer völlig verunglückten Leihe. „Das war eine schwierige Phase in meiner jungen Karriere.“ In Köln aber ging es schnell bergauf. Und so war für ihn im Sommer auch klar, dass er nach einer halbjährigen Leihe fest von City zum FC wechseln möchte. „Die Entscheidung war ein No-Brainer.“
„Englische Kultur“ für den 1. FC Köln
Er war gewissermaßen ein Vorreiter, mit Reigan Heskey (ebenfalls Manchester City) und Mikey Moore (Tottenham Hotspur) sind ihm zwei Landsmänner gefolgt. „Das ist gut. Wir haben jetzt ein bisschen englische Kultur im Team“, so der grinsende Simpson-Pusey, der in den Neuzugängen zudem „gute Ergänzungen“ für die Mannschaft sieht.
Mit beiden habe er vor den jeweiligen Transfers in Kontakt gestanden. „Ich habe vorher mit ihnen gesprochen. Ich habe sie aber nicht gezwungen, herzukommen.“ Generell scheint die Bundesliga eine immer attraktivere Option für englische Talente zu sein. „Definitiv“, bestätigt Simpson-Pusey: „Viele sehen, dass es ein sinnvoller Schritt sein kann. Ich wusste auch erst nicht, wo ich hier spielen würde. Aber ich bin hierhergekommen, um mich zu zeigen.“
Eine positive Folge dürfte in der kommenden Länderspielpause sein Comeback für die englische Nationalmannschaft sein. Dreieinhalb Jahre nach seinem bislang letzten Länderspiel, damals für die U18, soll Simpson-Pusey laut der Bild erstmals zur U21 der Three Lions eingeladen werden. Er selbst hält sich noch bedeckt: „Ich bin nicht sicher. Die Kader werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Ich habe keine Ahnung.“
„Gute Beziehung“ mit Lochoshvili
Zunächst mal gilt es ohnehin, am Samstag in Hamburg zu überzeugen. Der spielstarke Simpson-Pusey dürfte erneut neben dem rustikaleren Luka Lochoshvili auflaufen. „Wir bauen eine gute Beziehung zueinander auf, lernen uns mit jedem Spiel besser kennen, mit unseren Stärken und Schwächen“, fühlt er sich wohl an der Seite des Neuzugangs und ist sicher: „Wir können uns ergänzen.“
Noch müssen die beiden Innenverteidiger zusammenwachsen – wie das gesamte Team, das gegen Bremen eine 1:0-Führung hergab. „Das Ergebnis war frustrierend. Ich glaube, dass wir die Dinge ein wenig überhastet angegangen sind. Das hat uns den Sieg gekostet“, so Simpson-Pusey über den Einbruch nach der Pause. Sein Versprechen: „Wir arbeiten weiterhin daran, der Trainer arbeitet daran mit uns. Das ist für eine Mannschaft zum Saisonstart auch normal. Schritt für Schritt.“







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