Wagner muss Moore „ein paar Minuten wegnehmen“ – und hat weiter Qual der Wahl

Mikey Moore im Gespräch mit René Wagner. (Foto: Bucco)
Mikey Moore im Gespräch mit René Wagner. (Foto: Bucco)

Beim letzten öffentlichen Training des 1. FC Köln vor dem Spiel beim HSV sorgte ein vorzeitiges Trainingsende für Gesprächsstoff. Mikey Moore hat den Platz am Donnerstagvormittag vor seinen Mitspielern verlassen. Grund zur Sorge besteht aber nicht.

Mikey Moore trainiert seit etwas mehr als zwei Wochen beim 1. FC Köln und hat sich mit seinen ersten beiden Spielen gegen Stuttgart und Bremen bereits zu einem echten Fan-Liebling entwickelt. Umso mehr wurde nach dem Training am Donnerstagvormittag auf ihn gewartet – vergeblich, denn der Leihspieler aus Tottenham hatte den Platz bereits vorzeitig verlassen. René Wagner erklärte den Grund auf der anschließenden Pressekonferenz denkbar unspektakulär: „Wir haben ihm ein paar Minuten weggenommen.“

Show-Training vor einer vollen Kulisse

Los war beim letzten öffentlichen Training ohnehin einiges, und das nicht nur auf dem Platz. Wegen einer Schulsportveranstaltung am Decksteiner Weiher standen am Vormittag zahlreiche Kinder und Fans am Rande des Platzes am Geißbockheim. Vermutlich ungeplant, aber passend dazu gestaltete der FC sein Training mit vielen kleinen Show- und Wettkampfspielen. Die Zuschauer bekamen mehrere kleine Wettbewerbe zu sehen, darunter Slalom-, Dribbling- und Torschussspiele.

Nach dem Training warteten viele Fans auf den neuen Leihspieler von Tottenham Hotspur, doch Moore hatte den Platz bereits vorzeitig verlassen. Von einer Verletzung oder Ähnlichem konnte dabei keine Rede sein, vielmehr handelte es sich um eine gezielte Maßnahme der Belastungssteuerung.

„Wir haben ihm ein paar Minuten weggenommen, um dann die Belastung ein bisschen besser zu verkraften“, erklärte Wagner und führte aus: „Bei Mikey ist es so, weil er in Schottland (für die Glasgow Rangers, Anm. d. Red.) alle drei, vier Tage gespielt hat und in Tottenham recht früh schon mit einer englischen Woche begonnen hat, dass er die Trainingsintensität gerade ein bisschen verkraften muss. Das haben wir heute gesteuert, indem wir ihn ein bisschen eher rausgenommen haben.“

Wagner muss wieder vier Spieler streichen

Während der Rest der Mannschaft im Anschluss noch Torschüsse und Flanken übte, stand für den Youngstar nur noch „ein bisschen entspannen und sich behandeln lassen“ auf dem Programm. Auch Innenverteidiger Luka Lochoshvili musste das Training kurz vor Schluss humpelnd abbrechen, doch auch hier gab der Chefcoach Entwarnung: „Ich habe nichts mehr gehört, daher gehe ich sehr stark davon aus, dass da nichts war.“

Und so hat Wagner wie schon in der Vorwoche die Qual der Wahl. Bis auf Timo Hübers stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. Vor der Abfahrt nach Hamburg am Freitagnachmittag muss der 38-Jährige wieder vier Profis aussortieren. Zuletzt traf es Luca Waldschmidt, Rav van den Berg, Reigan Heskey und Imad Rondic. „Da werden wir morgen die Entscheidung treffen. Für uns als Verein und als Mannschaft ist das eine Situation, die super ist“, weiß Wagner, dass es sich um ein Luxusproblem handelt.

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