Said El Mala hat am Sonntagabend sein zweites A-Länderspiel bestritten. Bei Deutschlands 0:0 in Griechenland war der Flügelstürmer des 1. FC Köln erneut Joker. Jürgen Klopp wechselte El Mala zunächst auf einer ungewohnten Position ein.
Diesmal musste sich Said El Mala länger gedulden. Bei seinem Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft, am Donnerstag gegen Serbien (2:0), wurde der Offensivstar des 1. FC Köln zur zweiten Halbzeit für Serge Gnabry eingewechselt. Am Sonntag, beim 0:0 in Griechenland, dauerte es bis zur 63. Minute.
Dann kam El Mala gemeinsam mit Nick Woltemade in die Partie, löste in der torlosen Begegnung in Thessaloniki Bayerns Youngster Lennart Karl ab. Damit nahm der 20-Jährige eine ungewohnte Position ein. Während er beim FC auf der linken Außenbahn zu Hause ist, von dort aus nach innen zieht, um mit rechts abzuschließen, bot Jürgen Klopp ihn zunächst als Rechtsaußen auf.
Matthäus: „El Mala braucht Platz“
Dort musste sich El Mala erst mal einfinden. Seine erste Aktion war eine Flanke, die völlig misslang (68.). Auch die zweite Hereingabe, diesmal mit dem schwächeren linken Fuß, passte nicht (73.). Als El Mala dann mal Tempo aufnahm, war das Zuspiel von Woltemade ungenügend. „Das ist nicht sein Spiel. El Mala braucht Platz“, kommentierte Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus bei RTL.
Nach einer Viertelstunde tauschte El Mala die Seite mit Freiburgs Derry Scherhant. Dann war er für Manolis Saliakas nur durch ein Foul zu stoppen, für das es Gelb gab. Doch auch auf links konnte der Kölner dem Spiel nicht wirklich seinen Stempel aufdrücken. In der letzten Minute der Nachspielzeit blieb er mit einem Alleingang hängen – seine auffälligste Szene. Gemeinsam mit dem DFB-Team biss sich El Mala an der griechischen Defensive die Zähne aus.
Vor einer Woche hatte die deutsche Auswahl ihr Heimspiel gegen Griechenland in Augsburg mit 0:1 verloren. Mit der Nullnummer am Sonntagabend stand gegen den Weltranglisten-46. erneut ein enttäuschendes Ergebnis auf der Anzeigetafel. Somit endete die erste Länderspielphase unter Klopp mit einem Sieg, einer Niederlage und zwei Remis. Mit fünf Punkten ist Deutschland in seiner Nations-League-Gruppe nur Tabellendritter hinter den Niederländern und den Griechen (jeweils acht Punkte).
Konkurrenz Scherhant überzeugt
Am Sonntag wäre vor allem in der ersten Halbzeit mehr drin gewesen. Die DFB-Elf dominierte, nur das Tor fehlte. Jonathan Burkardt traf zwar nach 32 Minuten, aufgrund eines vorherigen Handspiels von Tom Bischof wurde der erste Länderspieltreffer des Frankfurter Stürmers allerdings zurückgenommen.
Am starken ersten Durchgang hatte auch El Malas direkter Konkurrent Scherhant seinen Anteil. Der Freiburger Linksaußen erhielt in der Startelf wie schon gegen Serbien den Vorzug und rechtfertigte seine Nominierung mit einer engagierten Leistung. „Er sticht für mich heraus“, sprach Matthäus ein Sonderlob aus.
Für El Mala geht es nun zurück ans Geißbockheim. Mit dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach wartet sofort das nächste Highlight. Die FC-Verantwortlichen werden vor allem froh sein, dass der Top-Scorer der vergangenen Saison die Länderspiele verletzungsfrei überstanden hat.








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