Die Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache reißen Lücken in die Offensive des 1. FC Köln. Können Marius Bülter, Luca Waldschmidt und Jan Thielmann, die zuletzt vorrangig Zuschauer waren, diese neue Chance nutzen?
Als es im Sommer galt, die Gewinner der Vorbereitung auszumachen, fielen ihre Namen: Mit Jan Thielmann, Linton Maina, Marius Bülter und Luca Waldschmidt konnten vier Spieler überzeugen, die sich bei nicht wenigen Beobachtern und Fans eher in den Kategorien Ergänzungsspieler oder Abgangskandidat bewegten.
An seinen auffälligen Sommer anknüpfen konnte bislang jedoch lediglich Maina, der sich einen Stammplatz eroberte und auch für das Derby gegen Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15.30 Uhr) gesetzt sein dürfte. Im Pokal in Würzburg und zum Liga-Auftakt gegen Hoffenheim legte der Flügelspieler jeweils ein Tor auf, gegen Bremen traf er selbst.
Wer springt nach den Verletzungen in die Bresche?
Bülter, gemeinsam mit Waldschmidt bester Torschütze der Vorbereitung, stand in Würzburg und gegen Bremen in der Anfangsformation, kam ansonsten nur zu Kurzeinsätzen. Waldschmidt wurden muskuläre Probleme zum Verhängnis, Jan Thielmann die eigenen Leistungen. Während der Routinier erst beim 1:2 in Hamburg als Joker sein Comeback feierte, musste das Eigengewächs nach drei blassen Startelf-Auftritten gegen Würzburg, Hoffenheim und Stuttgart auf die Bank.

Nach den Verpflichtungen von Mikey Moore und Thijs Dallinga – ergänzend zu Said El Mala und Ragnar Ache, den besten Scorern der Vorsaison – standen die Aussichten auf umfangreiche Einsatzzeiten für Bülter, Waldschmidt und Thielmann zuletzt nicht wirklich rosig. Das Testspiel gegen Viktoria Köln (2:2) veränderte die Ausgangslage. Allerdings nicht aufgrund hervorstechender Leistungen, wie es sich ein Trainer eigentlich erhoffen würde, sondern wegen der Verletzungen von Dallinga und Ache.
Bülter vor Startelf-Rückkehr
Den Reservisten winken wieder größere Spielanteile. Bülter gilt als Favorit auf den vakanten Posten im Angriffszentrum und markierte gegen Viktoria immerhin einen Kopfballtreffer nach einem Eckball – alles andere als eine Selbstverständlichkeit beim FC. Waldschmidt und Thielmann konnten nicht wirklich Akzente setzen, werden wohl zunächst wieder mit der Bank vorliebnehmen müssen, aber als Joker gefragt sein.
„Sie haben wie alle Gas gegeben. Jeder hat versucht, eine Performance zu zeigen – das ist das Allerallerwichtigste“, sagte Wagner nach dem Test gegen den Drittligisten. Der FC-Trainer weiß, dass er nun jeden Spieler im Kader braucht, damit die Verletzungen die Geißböcke nicht in Richtung Tabellenkeller wandern lassen. Die Gewinner der Vorbereitung haben eine neue Chance, an den Sommer anzuknüpfen.








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