Der verlängerte Arm des Trainers: Was Skhiris Ausfall für den FC bedeutet

Ellyes Skhiri liegt schmerzverzerrt am Boden. (Foto: Bucco)
Ellyes Skhiri liegt schmerzverzerrt am Boden. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln muss womöglich mehrere Monate auf Ellyes Skhiri verzichten. Der Ausfall des Routiniers trifft die Geißböcke hart. Jetzt müssen andere Spieler in die Bresche springen.

Als Ellyes Skhiri am Sonntag in der 45. Minute vom Spielfeld getragen wurde, ahnten Verantwortliche, Mitspieler und Fans des 1. FC Köln bereits: Der Tunesier würde nach dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach lange ausfallen. Die traurige Bestätigung erfolgte am Sonntagabend mit der Diagnose einer Sprunggelenksverletzung und dem Hinweis des FC, dass dies „eine längere Pause nach sich ziehen wird“.

Bitter für Skhiri, der erst spät in der Transferphase zum FC zurückgekehrt war und sich Hoffnungen gemacht hatte, über die lange Länderspielpause den Rückstand aufzuholen und zu alter Form zurückfinden zu können. Gegen Mönchengladbach war Skhiri schon wieder der passsicherste Spieler der Geißböcke und einmal mehr auf 12-Kilometer-in-90-Minuten-Kurs, ehe das Unglück passierte.

Sechser, Taktgeber und Sprachrohr

Florian Neuhaus rauschte an der Seitenlinie in Kölns Sechser hinein, spielte zwar den Ball, dabei aber auch das andere Bein des FC-Stars. Skhiri knickte weg, das Spiel war für ihn gelaufen. Und wohl auch das restliche Jahr. Zumindest würde es überraschen, sollte Skhiri vor Weihnachten noch einmal für den FC auflaufen können. Eher dürfte nach Thijs Dallinga auch Skhiri lange fehlen, wenngleich wohl nicht so lange wie der Niederländer.

Dennoch: Der FC muss sich Gedanken machen, wie er Skhiris Ausfall auffangen wird. Denn Skhiri war für Trainer René Wagner mehr als nur die Holding Six, sondern auch Sprachrohr von der Trainerbank zur Mannschaft, Taktgeber und neben Kapitän Marvin Schwäbe der Spieler, der mit den Schiedsrichtern auf dem Rasen sprechen durfte. Keine Frage: Neben Schwäbe sollte Skhiri der Anführer beim FC sein.

Das sind die Alternativen

Nun müssen dies andere übernehmen. Am Sonntag demonstrierte Tom Krauß mit Zweikampfhärte und Laufstärke, dass er dies kann. Krauß spielte sogar besser als Skhiri, war Kölns Bester und ein Garant für den Derbysieg. Er bekommt in den kommenden die Chance, diese Position über einen längeren Zeitraum mit Leben zu füllen. Dazu dürfte Isak Johannesson nach seiner guten Leistung gegen die Fohlen gesetzt sein.

Das Problem ist: Durch Skhiris Ausfall heißt nun die Alternative darüber hinaus Paul Okon-Engstler. Der Australier begann stark in der Vorbereitung und kam zu Saisonbeginn auf Einsätze, muss sich nun aber erst einmal finden. Alessio Castro-Montes könnte die Position zur Not auch spielen. Darüber hinaus jedoch darf auf der Sechs und der Acht personell erst einmal nichts mehr passieren. Sonst könnte es eng werden.

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