Wie lange kann der 1. FC Köln Said El Mala noch in der Domstadt halten? Nach der Vertragsverlängerung im Sommer stellt sich bereits die Frage: Wie geht es mit dem 20-Jährigen weiter?
Es war ein Coup: Said El Mala bleibt beim 1. FC Köln und übernimmt die 10. Doch wie lange wird der 20-Jährige die legendäre Rückennummer wirklich tragen? Zwei Saisontore hat der Angreifer schon auf seinem Konto, dazu die ersten zwei Länderspiele für Deutschland, sein Marktwert steht inzwischen bei 50 Millionen Euro. Wo soll das noch hinführen?
Beim FC ist man ob des Siegtores von El Mala im Derby gegen Borussia Mönchengladbach doppelt erleichtert. Einerseits schoss El Mala mit dem Treffer eine große Last von den Schultern der FC-Bosse. Andererseits schoss er diese Last auch von seinen eigenen Schultern. Denn klar war schon vor der Partie: Durch die Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache rückt El Mala in der Kölner Offensive noch mehr in den Fokus.
Kessler glaubt nicht an Wintertransfer
Im Hintergrund diskutieren die FC-Bosse bereits, wie es nun weitergehen wird. El Mala wird weiter das Interesse internationaler Clubs auf sich ziehen, vor allem, sofern er weiter trifft und sofern Jürgen Klopp ihn im November wieder zum DFB einladen sollte. Bereits im Winter könnten neue Angebote für den Angreifer bei Sportchef Thomas Kessler auf dem Schreibtisch landen. Und dann?
„Im Fußball sollte man nichts kategorisch ausschließen. Aber ich kann ganz klar sagen, dass wir fest damit planen, dass Said die gesamte Saison bei uns spielt“, sagte Kessler nun der Bild. Der Spieler habe nicht ohne Grund noch einmal verlängert. „Deshalb gibt es für mich aktuell keinen Anlass, mich mit einem möglichen Wechsel im Winter zu beschäftigen.“
Wenn irgendwann ein Top-Club anruft, können wir uns gerne über einen Transfer unterhalten
Thomas Kessler
Der FC will El Mala also bis zum Sommer 2027 behalten in der Hoffnung, dass der Youngster die Geißböcke zum Klassenerhalt schießt. Sollte der Plan aufgehen, ist längst vereinbart, dass der FC sich dann erneut gesprächsbereit zeigen wird, sofern die finanziellen Rahmenbedingungen passen. Daraus machte Kessler auch jetzt keinen Hehl. „Wenn irgendwann ein Top-Club anruft, können wir uns gerne über einen Transfer unterhalten“, gestand Kessler. „Aber bis dahin liegt es vor allem an Said selbst, wie weit sein Weg führt.“
Kessler traut seinem Superstar zu, „dass er sich zu einem internationalen Topspieler entwickeln kann“. Die nächsten Schritte dafür soll er in Köln nehmen – und zeigt dabei eine große Identifikation mit dem Verein und der Aufgabe. „Ich muss Said sicherlich nicht festketten. Er ist ein toller Junge, der einfach große Freude daran hat, Fußball zu spielen. Er fühlt sich sehr wohl in der Mannschaft, und ich habe den Eindruck, dass er immer stärker mit dem Verein und seinem Umfeld zusammenwächst.“ Und doch irgendwann, womöglich im Sommer 2027, den nächsten Karriereschritt machen wird.







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