Lukas Nmecha gilt als Kandidat für die Stürmer-Suche des 1. FC Köln. Allerdings sollen die Geißböcke längst nicht der einzige Club sein, der sich mit dem Ex-Wolfsburger beschäftigt – und Nmecha nicht der einzige Angreifer auf der Liste des FC.
Wer weiß, wie das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt ausgegangen wäre, wenn der 1. FC Köln einen gesunden Mittelstürmer in seinen Reihen gehabt hätte. Ragnar Ache nähert sich nach seiner muskulären Verletzung wieder an, das Fehlen von Thijs Dallinga (Kreuzbandriss) kann jedoch erst im Winter durch einen Transfer behoben werden.
Mit Lukas Nmecha wird ein durchaus prominenter Name gehandelt (der GEISSBLOG berichtete). Sky und das englische Portal Teamtalk bestätigen die ersten Gerüchte: Der FC soll den siebenmaligen Nationalspieler auf der Liste haben. Wie die Aussichten auf eine Verpflichtung stehen, scheint allerdings gänzlich offen zu sein.
Einer von vielen oder der Auserwählte?
Vom Pay-TV-Sender heißt es, der FC schätze seine Chancen aus finanziellen Gründen nicht allzu hoch ein. Nmecha sei nur einer von vielen Namen, die diskutiert werden. Von der Insel wiederum ist zu vernehmen, dass kein Interesse so konkret sein soll wie jenes aus Köln, der 27-Jährige sei das auserkorene Top-Ziel der Geißböcke – wobei auch andere Bundesligisten seine Situation beobachten würden.
Auch in England, speziell in der zweitklassigen Championship, hat Nmecha einen Markt. AFC Wrexham, der Club der Hollywoodstars Ryan Reynolds und Rob McElhenney, soll bereits im Sommer bei Leeds angefragt haben und weiterhin lauern. Und auch der vom früheren Kölner Nachwuchscoach Tonda Eckert trainierte FC Southampton soll um den Stürmer buhlen.
Für die Engländer sprechen die finanziellen Aspekte. Dass ein Championship-Club, wenn er denn möchte, weitaus mehr bezahlen kann als die Geißböcke, zeigte sich beim Transfer von Damion Downs. Dessen Salär in Southampton soll in der 2. Liga bis zu drei Millionen Euro betragen. Wobei Downs derzeit in die amerikanische MLS verliehen ist, wo er bei St. Louis nur eingeschränkt zum Zug kommt.
Pattsituation bei Leeds United
Für den FC wiederum spricht, dass Nmecha laut Teamtalk in einer Top-fünf-Liga bleiben möchte. Geht es nach seinem aktuellen Club, würde er das ohnehin an der Elland Road tun. Leeds United würde wohl am liebsten mit dem Ex-Wolfsburger, der in der vergangenen Premier-League-Saison sechs Tore erzielt hatte, verlängern.
Doch Nmecha wünscht sich eine gewichtigere Rolle. Der gebürtige Hamburger möchte nicht nur der Stellvertreter des gesetzten Dominic Calvert-Lewin sein. Bislang wartet er noch auf seinen ersten Startelf-Auftritt der Saison. Leeds jedoch kann dem Ex-Nationalspieler nicht mehr Einsatzzeit garantieren, was mit Blick auf eine mögliche Verlängerung für eine Pattsituation sorgt.

Einen ablösefreien Abgang im kommenden Sommer, wenn Nmechas Zweijahresvertrag endet, will Leeds aber offenbar ebenfalls nicht riskieren, was einen Winter-Wechsel nicht unwahrscheinlich macht – sollte sich an Nmechas Spielanteilen nichts verändern.
Für den FC bleibt die Frage der finanziellen Machbarkeit, auch wenn durch Dallingas Verletzung eines der Top-Gehälter bis auf Weiteres wegfällt. Der bei Manchester City ausgebildete Nmecha käme mit der Erfahrung von 69 Bundesliga-Spielen (16 Tore und vier Vorlagen) aus seiner Zeit beim VfL Wolfsburg, die auch von Verletzungen geprägt war.







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