Patrik Kristal hat seine ersten Startelf-Einsätze für den FC Thun bestritten. Das Mittelfeldtalent des 1. FC Köln wird unfreiwillig in Erinnerung bleiben. So lief die Woche für die Leihprofis der Geißböcke.
In der Vorbereitung gehörte Patrik Kristal zu den positiven Überraschungen beim 1. FC Köln. Der 18-Jährige trainierte lange Zeit mit dem Profiteam von René Wagner und deutete sein Potenzial an. Die Bundesliga kam für den Esten allerdings zu früh. Beim Schweizer Meister FC Thun soll Kristal die nächsten Schritte gehen.
Er musste sich zunächst gedulden. Nach seinem Wechsel kam er in der Schweizer Super League erst zu einem Kurzeinsatz. Nun allerdings durfte Kristal zweimal in Folge von Beginn an ran – erst in der Conference League, dann im Pokal.
Kurioser Platzverweis für Patrik Kristal
In Erinnerung bleiben wird insbesondere sein Auftritt im Europapokal bei Twente Enschede (0:1). Nach einem Zweikampf mit Ramiz Zerrouki, für den der Twente-Profi zunächst korrekterweise Gelb sah, wurde der Schiedsrichter vom Videoassistenten an den Bildschirm zitiert – aufgrund einer möglichen Roten Karte.
Zur Überraschung aller Akteure kassierte diesen Platzverweis anschließend Kristal. Der FC-Youngster wollte der Grätsche von Zerrouki nur ausweichen und landete im Zuge dessen auf dem Bein seines Gegenspielers. Eine bewusste Aktion? Fehlanzeige. Für die Unparteiischen zählte offenbar lediglich das Standbild.
🆚 FC Twente – FC Thun | 57′ EXPULSION DE PATRIK KRISTAL ! Ramiz Zerrouki tacle le ballon et se fait marcher dessus par le latéral gauche. Mais l’arbitre ne le voit pas et sort son carton jaune. C’était sans compter sur la VAR qui pousse l’arbitre à sortir le carton rouge pour le joueur de Thun et annuler le jaune sorti plus tôt. Score : 0-0
— 🇫🇷 Foot néerlandais 🇳🇱 (@Foot_NL) October 15, 2026
Ex-Weltklasse-Schiedsrichter Urs Meier kritisiert gegenüber dem Blick: „Dass ein VAR da überhaupt eingreift, ist für mich absolut unverständlich. Das ist keine Absicht, keine Tätlichkeit, gar nichts!“ Meier wurde noch deutlicher: „Da kann ich nur sagen: Der hat einfach keine Ahnung von Fussball. Der versteht den Fussball nicht. Das kann nie und nimmer eine Rote Karte geben für den Thun-Spieler!“
Durch den Platzverweis hatte Kristal in der Conference League nach 60 Minuten unfreiwillig Feierabend. Im Pokal gegen Schaffhausen wurde er am Sonntag nach 61 Minuten ausgewechselt. Thun-Coach Gian-Luca Privitelli bot gegen den Drittligisten eine B-Elf auf und ließ den estnischen Nationalspieler erneut starten. Beim Stand von 0:1 musste Kristal raus, konnte dann von der Bank aus mitansehen, wie seine Teamkollegen im Elfmeterschießen noch siegten und eine Blamage verhinderten.
Pauli, Gazibegovic und Niang starten erneut
Ebenfalls zu Startelfeinsätzen kamen Julian Pauli (2:1 mit Odense BK gegen Bröndby IF), Jusuf Gazibegovic (0:0 mit Widzew Lodz gegen Wisla Krakau) und Youssoupha Niang (1:1 mit St. Pauli in Hannover). Während die beiden Abwehrakteure durchspielten, wurde Niang nach 62 Minuten ausgewechselt.
Die Sturm-Youngsters Jaka Cuber Potocnik (0:1 mit Rot-Weiss Essen in Ingolstadt) und Fynn Schenten (2:1 mit Roda Kerkrade bei Utrecht II) wurden jeweils als Joker eingewechselt. Elias Bakatukanda (bei Osnabrücks 1:2 in Bielefeld) und Yannick Mausehund (bei Havelses 1:1 in Meppen) wurden nicht eingesetzt.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!