„Ich habe mit dem FC telefoniert“: Bartels verrät Gespräche wegen Wirtz

Tom Bartels im GEISSTALK zu Gast. (Foto: GEISSBLOG)
Tom Bartels im GEISSTALK zu Gast. (Foto: GEISSBLOG)

Tom Bartels zu Gast im GEISSTALK: Der bekannte TV-Moderator und Kommentator spricht in der zweiten Folge des neuen Talk-Formats über den 1. FC Köln und plaudert als Freund der Wirtz-Familie über den Abgang von Ex-Eigengewächs Florian.

Der 1. FC Köln versucht mit Sportchef Thomas Kessler und Cheftrainer René Wagner zusammen mit einem neuen Präsidium als geschlossene Einheit in eine bessere Zukunft zu gehen. Für Tom Bartels, die ARD-Stimme des deutschen WM-Sieges von 2014 („Mach ihn! Er macht ihn! Mario Götze!“), genau der richtige, wenn auch steinige Weg. Der 61-Jährige war nun zu Gast im GEISSTALK.

Im neuen Format des GEISSBLOG sprach Bartels über seine Nähe zum 1. FC Köln einerseits, aber auch zu Borussia Mönchengladbach andererseits. Und er plauderte aus dem Nähkästchen, weil Bartels seit vielen Jahren eng mit der Familie Wirtz befreundet ist. Und einst mitbekam, wie das FC-Talent von den Geißböcken ignoriert und von Bayer Leverkusen abgeworben wurde.

Bartels: „Das war für den FC ein Schlag“

„Ich kenne Flo von kleinauf. Dass ich ihn anders verfolgt habe als andere, ist klar. Alle wollten wissen, wie gut er wirklich werden würde“, erzählt Bartels. „Nachdem der FC deutscher U17-Meister geworden ist, dachte ich: Das muss dem FC doch jetzt klar sein, dass die ihn fix machen müssen. Ich habe auch ein paar Mal telefoniert, um dem FC klarzumachen, um was es geht. Aber da war es im Prinzip schon zu spät.“

Wenige Monate später unterschrieb Wirtz in Leverkusen und startete eine Weltkarriere, die ihn schließlich für 125 Millionen Euro zum FC Liverpool brachte. Ein Betrag, von dem der Ausbildungsclub am Geißbockheim nur einen Bruchteil gesehen hat. „Das war für den FC ein Schlag, dass diese Summe zu Bayer Leverkusen geflossen ist. Das war von Leverkusen clever, aber auch vom FC nicht gut genug.“

Wenn die Bosse nur auf die Profis schauen…

Bartels ist aber überzeugt, dass die heute FC-Führung mittelfristig Erfolg bringen könne. „Ich bin mir ganz sicher: Wenn sie in der jetzigen Konstellation länger zusammenarbeiten können, werden sie einen ganz großen Fokus auf die eigene Jugend setzen – dass da mehr passiert und es da nie wieder passieren darf, dass dir jemand wie Florian Wirtz verloren geht. Das muss das Ziel sein, geht aber nur, wenn du auf allen Positionen im Verein Konstanz hast.“

2019 sei der FC mit allem beschäftigt gewesen, nur nicht mit Florian Wirtz und seiner Zukunft beim FC. „Wenn du nur damit beschäftigt bist, dass die Profimannschaft die Klasse halten muss, wenn Geschäftsführer und Trainer wechseln und jeder nur schaut, dass wir das nächste Spiel gegen Augsburg gewinnen, holt sich Leverkusen eben parallel den besten Spieler aus der Jugend.“ Das dürfe sich nicht wiederholen.

Tom Bartels im GEISSTALK – das Gespräch in voller Länge im Video ab Mittwoch, den 21. Oktober 2026 beim GEISSBLOG.

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