Mikey Moore und Reigan Heskey sind zwei der größten Talente im Kader des 1. FC Köln. Noch warten sie auf ihren Durchbruch, doch René Wagner sieht bei beiden Engländern gute Anzeichen.
Pierre Littbarski hat mal wieder einen rausgehauen. Der Weltmeister von 1990 findet, dass der 1. FC Köln im Kader zu viel Mittelmaß hat und zu wenige Spieler, die Spiele entscheiden können. Mittelmaß wäre dem FC in dieser Bundesliga-Saison wohl durchaus recht, allerdings haben die ersten sechs Saisonspiele tatsächlich gezeigt, dass bislang nur Said El Mala ein echter Spielentscheider ist – und Thijs Dallinga, der jedoch nun lange verletzt ist.
Dass René Wagner diese Meinung nicht teilt, kommt nicht überraschend. Am Donnerstag sprach der FC-Trainer allerdings über zwei junge Spieler, die genau das künftig können und tun sollen: Spiele für den FC entscheiden. Ihre Namen sind bei vielen Fans mit großen Hoffnungen verbunden.
Wagner glaubt an Moores Durchbruch
„Wir haben Spieler, die vielleicht noch keine Spiele entschieden haben, es aber können und in Zukunft machen werden“, sagte Wagner – und machte auch klar, wer dies neben Said El Mala sein könnte: Mikey Moore und Reigan Heskey. „Wir werden sie mit dem Selbstvertrauen ausstatten, das sie brauchen. Sie müssen sich aber noch zurecht finden, weil sie aus anderen Ländern und anderen Ligen kommen.“
Wagner berichtete, dass er noch in dieser Woche mit Moore gesprochen habe. „Mikey wartet sehnsüchtig auf den Moment, an dem es ‚Knall‘ macht. Er hat es schon in Glasgow gezeigt, hat aber auch dort Zeit gebraucht. Wenn er es hier schafft, dann wird er auch wissen, dass er im Eins-gegen-Eins jeden Gegner schlagen kann. Dann geht das alles ein bisschen leichter, aber man kann es eben nicht erzwingen.“
Wagner beobachtet Veränderung bei Heskey
Moore dürfte am Samstag gegen den FC Schalke 04 wieder in der Startelf stehen, nachdem er in Frankfurt von der Bank gekommen war und vor dem 0:1 den Ball in der eigenen Hälfte verloren hatte. In Ansätzen konnte man bereits sehen, wozu er fähig sein kann – in Stuttgart verzeichnete er direkt seinen ersten Assist, in Hamburg fehlte nicht viel zu seinem ersten Tor.
Und auch bei Reigan Heskey glaubt Wagner an eine Explosion, an den Knall-Effekt. Auch, weil sich bei dem 18-Jährigen zuletzt einiges getan und der Linksaußen wichtige Entwicklungsschritte genommen hat. „Im Sommer hat man noch gespürt, dass der Seniorenfußball etwas anderes ist. Nach der Länderspielpause aber ist er mit viel Aggressivität ins Training zurückgekommen“, sagte Wagner. „Dafür haben wir ihn mit in Frankfurt mit Minuten belohnen können, und man sieht seine Qualität im Eins-gegen-Eins.“
Reigan muss merken, dass er jeden Spieler im Eins-gegen-Eins schlagen kann, aber auch, was es bedeutet, nach hinten zu arbeiten
René Wagner
Wagner mahnte bei dem Neuzugang von Manchester City aber weiterhin Geduld an. Heskey wird gegen Scahlke erneut als Joker zunächst draußen sitzen. Das hat auch damit zu tun, dass sich der Angreifer noch an die unterschiedlichen Spielphasen in der Bundesliga gewöhnen muss – vor allem im Defensivverhalten. „Er muss noch akribischer nach Ballverlusten zurückarbeiten. Das meine ich, wenn ich sage: Wir haben Spieler, die Spiele entscheiden können, sie aber noch an sich arbeiten müssen.“
Aber auch Heskey bringt in Wagners Augen alles mit, um schon in dieser Saison für den FC noch zum entscheidenden Faktor zu werden. „Reigan muss merken, dass er jeden Spieler im Eins-gegen-Eins schlagen kann, aber auch, was es bedeutet, nach hinten zu arbeiten. Diese Entwicklung gilt es ruhig abzuwarten. Wir können ihm das nicht einreden, wir müssen ihm diese Verhaltensweisen antrainieren.“ Spieler und Fans werden also noch Geduld mitbringen müssen, bis es bei beiden irgendwann „Knall“ macht.







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