Borna Sosa und Gideon Mensah liefern sich auf der Linksverteidiger-Position des 1. FC Köln weiterhin ein enges Duell. René Wagner setzt seit dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach auf den Kroaten – und wird das auch am Sonntag gegen Bayer Leverkusen tun.
Er kam mit dem Ziel, sich beim 1. FC Köln als einer der besten Linksverteidiger der Bundesliga zu etablieren. Er kam direkt von der großen WM-Bühne und war lange Zeit konkurrenzlos. Jetzt sitzt Gideon Mensah trotzdem auf der Bank. Der Ghanaer ist der größte Härtefall im Kader der Geißböcke.
René Wagner sagt: „Gideon hat die ersten Spiele gut gespielt. Dann war es ein Bauchgefühl vor Gladbach, mit Borna zu beginnen.“ Das Bauchgefühl des Trainers kostete Mensah den Stammplatz. Denn Sosa, der am 1. September per Last-Minute-Leihe von Crystal Palace zum FC wechselte, nutzte seine Chance.
Wagner: „Ohne, dass Gideon etwas falsch gemacht hätte“
„Er hat das echt gut gemacht und ist aktuell einen Hauch vor Gideon, das haben wir in dieser Woche auch besprochen“, sagt Wagner, der Mensah nur raten kann: „Gideon muss weiter gut trainieren und seine Leistung bringen – damit er voll da ist, wenn der Zeitpunkt kommt, dass er spielt.“ Dann müsse der 28-Jährige „versuchen, sich festzusetzen“. Exakt wie Sosa es getan hat.
Der Vorsprung des offensivstärkeren Kroaten sei nur hauchzart, aber eben vorhanden. Wagner betont: „Ohne dass Gideon etwas falsch gemacht hätte oder uns gezeigt hätte, dass er nicht in die Mannschaft gehört. Ganz im Gegenteil: Er ist im Training jeden Tag mit viel Energie dabei, hat auch diese Woche super trainiert.“
Das ist wahrscheinlich die kniffligste Position aktuell im Kader.
René Wagner
Der Kölner Coach sieht ein klassisches Luxusproblem. „Das ist wahrscheinlich die kniffligste Position aktuell im Kader.“ Doch: „Im Fußball ist es manchmal so, dass auf einer Position zwei sehr, sehr gute Spieler spielen und sich der eine durchsetzt. Wir kennen alle den Fußball lange genug – das kann sich schnell ändern.“ Allerdings nicht gegen Leverkusen. Am Sonntag werde Sosa „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ erneut beginnen.
Sosa und Mensah gemeinsam auf dem Platz?
Theoretisch könnten die beiden Neuzugänge auch gemeinsam auflaufen. „Das ist auf jeden Fall eine Option“, erklärt Wagner, der Sosa als Alternative für die linke Position in der Dreierkette sieht – eher als Mensah, der dann die Seite beackern würde. „Borna hat die Position bei Crystal Palace in der Premier League bekleidet, hat sie auch in Italien gespielt. Es gibt natürlich das Szenario, dass beide auf dem Platz stehen können.“ Die Überlegung sei vorhanden, „aber aktuell ist das noch kein Thema“. Gegen Leverkusen wird Mensah wieder auf der Bank Platz nehmen.








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