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So lief der Sturm-Deal Uth gegen Modeste wirklich

Er galt als Stürmertalent, das es beim 1. FC Köln nicht schaffen würde. Mark Uth verließ die Geissböcke im Sommer 2012 und wechselte zum SC Heerenveen. Dort gelang ihm der Durchbruch. Drei Jahre später holte ihn die TSG 1899 Hoffenheim in die Bundesliga – ein Deal, an dem der Effzeh aktiv beteiligt war. Und aufgrund dessen Anthony Modeste in die Domstadt wechseln konnte.

Köln – Wie der GEISSBLOG.KOELN erfuhr, hätte der 1. FC Köln den Wechsel Uths nach Hoffenheim verhindern – und den 24-Jährigen sogar selbst verpflichten können. Möglich machte es eine besondere Klausel: Die Geissböcke hatten seit dem Abgang des Talents im Jahr 2012 ein sogenanntes „matching right“ auf Uth.

Uth als Ass im Ärmel für den Modeste-Deal

Dieses „matching right“ sorgte dafür, dass der FC jedes Angebot eines Konkurrenten um Uth hätte mitgehen dürfen. Heißt: In dem Moment, in dem Köln bereit gewesen wäre, genauso viel zu bieten wie Hoffenheim, hätte der Effzeh die TSG im Kampf um Uth ausgestochen. Dass ausgerechnet 1899 schließlich zu Uths Wunschverein wurde, spielte den Kölner daher gleich doppelt in die Karten.

Denn schon im Dezember 2014 hatten Jörg Schmadtke und Peter Stöger festgelegt, dass man Anthony Modeste aus Hoffenheim verpflichten wolle. Die Verhandlungen mit den Kraichgauern waren aber zäh. Bis sich Hoffenheim auf Uth einschoss und den 24-Jährigen zu einem Wechsel überredete. Köln zog sein Ass aus dem Ärmel, verzichtete auf sein „matching right“, winkte so den Wechsel Uths zur TSG durch und sicherte sich als Gegenleistung das Okay der Hoffenheim-Verantwortlichen, um den Deal mit Modeste abzuschließen.

Uth noch ohne Treffer für Hoffenheim

Bisher hat sich der Deal ausgezahlt. Modeste hat, wenngleich seit drei Pflichtspielen ohne Torerfolg, bereits sechs Liga- und drei Pokaltore auf dem Konto. Uth dagegen hat sich in Hoffenheim noch nicht durchsetzen können. Der ehemalige Kölner war unter dem bisherigen Trainer Markus Gisdol meist nur Ersatz. Auf seinen ersten Treffer für 1899 wartet er noch. Den dürfte er dann unter Neu-Coach Huub Stevens erzielen – wenn es nach den Kölnern geht, aber nicht am Samstag im RheinEnergieStadion.

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