Schmadtke

„Eierkopp“: Schmadtke fliegt und findet’s nicht schlimm

Es geht offenbar immer weiter: Der 1. FC Köln wird in 2015 wohl mit den Schiedsrichtern keine Freude mehr haben. Auch Guido Winkmann konnte am Samstag beim Spiel des Effzeh bei Werder Bremen nicht für einen versöhnlichen Jahresausklang sorgen. Gleich mehrere Aktionen erregten Kölns Verantwortliche derart, dass sich Jörg Schmadtke zu einer Beleidigung hinreißen ließ. Auch, wenn er das anders sah.

Bremen – Es lief die 33. Spielminute, als der 1. FC Köln eine Ecke erhalten sollte. Yuya Osako hatte sie rausgeholt, wobei er den Ball wohl vor dem Überschreiten der Linie noch berührt hatte. Winkmann entschied auf Eckball, was bei den Bremern wütende Proteste auslöste. Die Werderaner belagerten den Referee so lange, bis dieser zu Osako ging und ihn fragte. Was der Japaner sagte, blieb ein Rätsel. Jedenfalls entschied Winkmann auf Abstoß.

Fünf Minuten später fiel Anthony Ujah im Strafraum des Effzeh. Dominique Heintz hatte ihn, wie die TV-Bilder zeigten, allerdings gar nicht bis minimal berührt. Doch obwohl die FC-Spieler den Referee bedrängten, beim ehemaligen FC-Stürmer nachzufragen, blieb dieser bei seiner Entscheidung. Elfmeter für Bremen. Dass Timo Horn diesen hielt, war ausgleichende Gerechtigkeit. Und trotzdem zu viel für Peter Stöger und vor allem Jörg Schmadtke.

Eierkopp ist keine Form der Beleidigung

„Wir haben uns unterhalten und dann hat der Schiedsrichter vernommen, ich hätte ihn beleidigt“, sagte Schmadtke nach dem Spiel, das er in der zweiten Hälfte nur noch von der Tribüne anschauen durfte. „Eierkopp gehört nicht zur Form der Beleidigung“, sagte Schmadtke dazu. Heißt: Er hatte Winkmann als einen solchen bezeichnet. Doch der FC-Sportchef erklärte nur lapidar: „Wenn ich jemanden beleidigen will, mache ich das anders.“

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