Ujah Sörensen Bremen

Ujah traurig: „Die Beziehung zu Köln ist zerbrochen“

Anthony Ujah und der 1. FC Köln – von der einst guten Beziehung ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Unruhen um seinen Wechsel zum SV Werder Bremen, dann das goldene Tor des Nigerianers gegen seinen Ex-Klub im DFB-Pokal und schließlich der Zoff mit Dominic Maroh um den Elfmeter am 16. Spieltag: Die letzten Monate haben viel kaputt gemacht. Eine Situation, die den Stürmer traurig macht. Er sieht sich als Opfer.

Köln/Bremen – Das Foto unter dem Schild „100% Werder“ war der Auslöser: Seinem Wechsel folgten Pfiffe der FC-Fans zum Abschied und ebenso Pfiffe in den beiden ersten Spielen dieser Saison im Weserstadion. Ujah, in der letzten Saison mit zehn Treffern noch gefeierter Held, ist bei vielen Kölner Fans unten durch, sein Ritt an den Hörnern von Hennes VIII. nur noch eine weit entfernte Erinnerung.

Ich wurde zum Opfer

Anthony Ujah.

Anthony Ujah im Mai 2015.

„Alles hat mit diesem Bild begonnen“, klagte der 25-Jährige nun im Gespräch mit dem englischen Online-Magazin „The Set Pieces„. „Es hat mich in eine schwierige Situation gebracht. Wenn ich die Kraft hätte es rückgängig zu machen, würde ich es tun. Aber es war nicht meine Entscheidung, ich wurde zum Opfer.“

Dass er das Schild nicht gesehen hatte, vor dem er posierte, dürfte ihm wohl niemand glauben. Dass er die Wirkung dieses Bildes unterschätzt hatte und dass Werder Bremen es zu einem völlig falschen Zeitpunkt – drei Spieltage vor Saisonende – veröffentlicht hatte, sehr wohl. „Ich muss es akzeptieren, aber tief in meinem Herzen ist es nicht meine Absicht, respektlos gegenüber den Kölner Fans zu sein.“

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  1. Hänneschen

    Bei 100% Werder bleibt ja auch kein Prozent mehr für den FC. Warum also rumjammern? Sich als Opfer darstellen? Wird Zeit, dass Modeste in die Spur zurückfindet, damit Ujah überhaupt nicht mehr in Kölner Schlagzeilen auftaucht.

  2. Dietmar Gries

    Ujah ist nichts weiter als ein Söldner, der jetzt sein Geld in Bremen verdient. Es ist scheinheilig zu sagen, dass Köln ihm noch etwas bedeutet. Nach einem Wechsel ist eben alles anders und nur die Wenigsten haben so einen Charakter wie Prinz Poldi, der nach wie vor die Spiele besucht und sich vor allem auch weiter hier in der Arche sozial engagiert.


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