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Friede zur Weihnacht: Trippel bleibt Stadionsprecher

Es war einer der wenigen Brandherde, die beim 1. FC Köln in der Hinrunde aufgekommen waren: der Streit zwischen den FC-Bossen und Stadionsprecher Michael Trippel. Pünktlich zu Weihnachten haben die Verantwortlichen am Geißbockheim das Thema aber wieder zu den Akten gelegt. Trippel bleibt, die Fans können durchatmen.

Köln – Auslöser war ein Spruch Trippels nach 2:1-Sieg über den HSV gewesen. Mit einer Prise Ironie hatte dieser ein „Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem VfL Wolfsburg bis zum Saisonende“ prognostiziert – und damit für Unmut in der Chefetage gesorgt. „Wir müssen gerade nach dem guten Start aufpassen, dass alle auf dem Boden bleiben“, hatte Sportchef Jörg Schmadtke im „Express“ gesagt. „Da muss unser Stadionsprecher mithelfen – und nicht irgendwas befeuern.“

Schmadtke zählt Trippel an

„Herr Trippel muss aufpassen, was er sagt“, schimpfte Schmadtke weiter. „Man kann hinterher immer kommen mit Ironie. Aber Trippel hat eine Verantwortung – wenn er der nicht gerecht wird, dann müssen wir uns ernsthaft mit ihm beschäftigen.“

Der Klub versuchte die Wogen zwar umgehend wieder zu glätten und erklärte die Probleme via Twitter für „beseitigt“. Trippel aber galt fortan als angezählt, intern sollen bereits Diskussionen über eine mögliche Nachfolge-Regelung angestrengt worden sein. Von einem Gedankenmodell, wonach ein neuer Stadionsprecher von Trippel in einer Übergangsphase eingearbeitet werden sollte, will man beim FC aber nicht sprechen. „Die Frage hat sich nie gestellt“, beteuerte Geschäftsführer Alexander Wehrle auf Nachfrage des GEISSBLOG.KOELN. „Er ist unser Stadionsprecher und etwas anderes stand auch nicht im Raum.“

Letztmals kam das Thema nach GBK-Informationen bei der Klausurtagung der FC-Bosse in Aachen zur Sprache. Anfang Dezember stellten sich Vorstand und Geschäftsführung einstimmig hinter Trippel und entschieden: Alles bleibt, wie es ist.

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