horn-2

„Einmalige Stärken!“ Horn adelt Kronprinz Mesenhöler

Timo Horn ist eine der Identifikationsfiguren beim 1. FC Köln. Leistungsträger, Führungspersönlichkeit und dazu ein Eigengewächs des Klubs: Der Torhüter verkörpert, was sich die Fans der Geissböcke wünschen. Der GEISSBLOG.KOELN traf die Kölner Nummer eins zum Gespräch.

Köln – Er verneigt sich vor seinem Konkurrenten Thomas Kessler, adelt den Kronprinzen Daniel Mesenhöler, erklärt seine Schwächen und warum Sportpsychologe Dr. Werner Zöchling so wichtig für ihn ist und sagt, was er vom Spiel gegen Wolfsburg erwartet.

Hier gibt’s den ersten Teil des großen Horn-Interviews.

GBK: Herr Horn, mit Wolfsburg wartet am Sonntag ein schwerer Brocken auf den 1. FC Köln. Dennoch steht der FC sogar noch in tabellarischer Schlagdistanz zum VfL. Was erwarten Sie für ein Spiel?
TIMO HORN: Es ist eigentlich Wahnsinn, dass wir die Chance haben, mit einem Sieg an Wolfsburg vorbeizuziehen. Das hätte vor der Saison niemand für möglich gehalten. Natürlich erwarten wir, dass der VfL heiß sein wird. Aber sie werden nach Spielen ohne Sieg auch unter Druck stehen. Solche Spiele könnten uns entgegen kommen. Wir haben schon oft bewiesen, dass wir große Mannschaften schlagen können.

Die Riesenchance für Kevin de Bruyne: Timo Horn und Matthias Lehmann klären im Verbund. (Foto: JS)

Die Riesenchance für Kevin de Bruyne: Timo Horn und Matthias Lehmann klären im Verbund. (Foto: JS)

Im Hinspiel stand noch Kevin de Bruyne auf dem Platz. Wie sehr verändert sein Fehlen das Spiel?
Im Hinspiel war die Wechselthematik um ihn groß, es gab Unruhe. Das kam uns sicher zugute. Jetzt hat sich Wolfsburgs Spiel verändert, damals war es noch sehr auf ihn ausgerichtet. Sie haben an Qualität verloren, sind aber noch immer vorne brandgefährlich und hervorragend besetzt. Defensiv waren sie nicht immer stabil. Hoffentlich können wir das am Sonntag ausnutzen, wenn sich uns Chancen bieten. Was nicht passieren darf, ist, dass wir sie mit individuellen Fehlern wie gegen Stuttgart zum Toreschießen einladen.

Jetzt sind wir für Naldo und Dante sensibilisiert

Gegen Stuttgart haben Sie wieder ein Kopfball-Gegentor erhalten. Was macht es so schwer, in einer Raumdeckung Standards zu verteidigen?
Es geht für mich als Torhüter doch immer um die Fragestellungen: Kommt der Abwehrspieler noch ran? Muss ich raus? In der Szene gegen den VfB hat es nicht gepasst, weil wir das nicht gut verteidigt haben. Dann ist es egal, ob wir Mann- oder Raumdeckung spielen. Ich halte die Diskussion für größer als nötig. Wir sind unter Peter Stöger damit bisher sehr gut gefahren. Deswegen gibt es wirklich keinen Grund, daran etwas zu ändern. Vielleicht war es sogar ganz gut, dass das Thema aufgekommen ist. So sind wir sensibilisiert, bevor jetzt Naldo und Dante in unseren Strafraum kommen.

Weiterlesen: „Was Thomas Kessler macht, könnte ich nicht“




Schreibe einen neuen Kommentar