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„Das hat sich wie eine Meisterschaft angefühlt“

Keiner weiß so gut wie Konstantin Rausch, was den 1. FC Köln am Samstag gegen den SV Darmstadt 98 erwartet. Der ehemalige Lilien-Profi kam im Sommer ablösefrei aus Darmstadt. Doch sein Ex-Team erkennt der 26-Jährige kaum noch wieder. An die Zeit am Böllenfalltor denkt Rausch gerne zurück. Er hat den SV 98 viel zu verdanken.

Köln/Darmstadt – Zwölf neue Spieler hat der SV Darmstadt 98 in diesem Sommer verpflichtet, hinzu kommen vier Nachwuchsspieler. Dem gegenüber stehen passenderweise 16 Abgänge, davon sechs Stammspieler der letzten Saison. Rausch ist einer von ihnen.

Echte Tipps kann Rausch seinem Coach nicht geben

„Man muss abwarten, wie sich die Spieler integrieren. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer Darmstadt zu knacken ist“, sagt Rausch, der nicht glaubt, seinem Trainer Peter Stöger echte Tipps über den Gegner geben zu können. Nichts, was der Österreicher und sein Scouting-Team nicht selbst hätten herausfinden können. „Es sind zwar viele neue Spieler dabei, aber es sind ähnliche Spielertypen geblieben“, sagt Stöger. Echte Überraschungen erwartet der 50-Jährige deswegen nicht beim Gegner.

Darmstadt und Köln – die beiden Teams landeten im DFB-Pokal am vergangenen Wochenende mit jeweils 7:0 die höchsten Siege in der ersten Runde. Beim Effzeh lief es in der ersten Hälfte nicht ganz rund, die Lilien bemängelten über die gesamten 90 Minuten einige Unachtsamkeiten in der Defensive. Echte Prüfsteine und richtungsweisende Partien waren die Begegnungen aber nicht. Umso wichtiger wird sein, was am Samstag ab 15.30 Uhr im RheinEnergieStadion passieren wird.

Ich würde nicht jubeln. Aus Respekt.

Das letzte Aufeinandertreffen gewann der Effzeh glatt mit 4:1, Anthony Modeste und Marcel Risse erzielten jeweils zwei Treffer. Über einen ähnlichen Ausgang am Samstag würde sich am Geißbockheim niemand beschweren. „Wir sind gewappnet für das erste Spiel und für die Liga“, ist Rausch überzeugt, der im Pokal mit einem sehenswerten Freistoß sein erstes Pflichtspiel-Tor für die Kölner erzielte. „Ein Tor zum Einstand wünscht man sich immer. Man lebt von Selbstvertrauen. Da hilft jedes Tor und jede Vorlage weiter.“ Sollte ihm ein ähnliches Kunststück am Samstag erneut gelingen, stünde für ihn fest: „Ich würde nicht jubeln. Aus Respekt. Ich danke dem Verein viel. Trotzdem würde ich mich sehr freuen, aber eher innerlich.“

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