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Spieleretat und Transfers: So viel kostet der Erfolg

Rekordumsatz, Rekordgewinn – aber was kostet den 1. FC Köln der aktuelle Erfolg wirklich? Wie hoch ist der Lizenzspieler-Etat? Wo liegt der Effzeh im Liga-Vergleich? Und was kosteten die Spieler der letzten Jahre? Ein Blick auf die entscheidenden Zahlen.

Köln – Nein, über die laufende Saison spricht Alexander Wehrle nicht. Den genauen Spieleretat öffentlich zu beziffern, würde für die Wintertransferperiode taktische Nachteile schaffen. Das will der kaufmännische Geschäftsführer unter allen Umständen vermeiden. Doch die Zahlen der letzten Saison sind bekannt. Und sie lassen Rückschlüsse auf die laufende Spielzeit zu.

1. Wie hoch ist der Lizenzspieler-Etat?

Die Bundesliga ist eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Die letzten Jahre zeigten: Die sechs finanzstärksten Klubs investierten im Schnitt rund 88 Millionen Euro in ihre Kader. Die Teams dahinter, von Rang sieben bis 13, kamen nur noch auch rund 38 Mio. Euro. Die – finanziell gesehen – Abstiegskandidaten mussten mit rund 29 Mio. Euro auskommen. Drei Kasten, in denen der Sprung von unten ins Mittelfeld möglich ist, der Abstand zu den Top-Klubs allerdings immens erscheint.

Geschäftsführer Alexander Wehrle. (Foto: GBK)

Geschäftsführer Alexander Wehrle. (Foto: GBK)

In der Saison 2014/15 bestritten die Geissböcke die Saison mit einem Aufwand von 24,1 Mio. Euro. Diese Summe erhöhte sich in der abgelaufenen Saison um 6,6 Mio. Euro auf 30,7 Mio. Euro. Damit lagen die Kölner auch in der abgelaufenen Saison noch auf einem der letzten Plätze der Liga. Trotzdem liefen die Geissböcke auf Rang neun ein, ein Platz, von dem sie finanziell ein deutliches Stück entfernt waren – und noch immer sind.

Da Sportchef Jörg Schmadtke das zur Verfügung gestellte Transfervolumen im Sommer nicht ausschöpfte – die angedachte Verpflichtung von Salif Sané zerschlug sich bekanntlich – bleiben die Kölner auch in der laufenden Saison unter den durchschnittlich 38 Millionen Euro, die nötig wären, um einen Mittelfeldplatz in der Etat-Tabelle der Bundesliga einzunehmen. Nur eine Verpflichtung des Senegalesen hätte die Kölner über diese Schwelle gehievt. So bleiben die Geissböcke dem Vernehmen nach bei einem Etat von 36 bis 37 Millionen Euro.

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