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Spinner schießt gegen Leipzig und verurteilt Fan-Attacken

Werner Spinner hat am Montagabend während der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln die Ausschreitungen von Effzeh-Fans verurteilt, aber auch die Verantwortlichen von RB Leipzig scharf kritisiert. Darüber hinaus kündigte er an, sich schon nächste Woche mit Wolfgang Overath zu treffen.

Köln – Der wiedergewählte Präsident des 1. FC Köln ließ am Abend in Deutz die Chance nicht verstreichen, Wolfgang Overath symbolisch die Hand zu reichen. Zwar war der ehemalige Präsident nicht vor Ort. Doch Spinner wird ihn schon bald treffen, wie er verkündete. „Wir werden uns nächste Woche zusammensetzen und haben vereinbart, nur noch in die Zukunft schauen zu wollen.“

Spinner zeigt sich ob der Fan-Attacken betroffen

Heißt: Die Vergangenheit soll ruhen und im Gespräch ad acta gelegt werden. Overath soll schon bald wieder im RheinEnergieStadion willkommen geheißen werden. Gut möglich, dass dies einige Fans der Geissböcke nicht mitbekommen werden. Denn Spinner kündigte überdies an, hart gegen jene Anhänger vorgehen zu wollen, die an den Ausschreitungen vor, während und nach der Partie gegen RB Leipzig beteiligt gewesen und von der Polizei namentlich erfasst worden waren.

Die Polizei hatte von schweren Ausschreitungen berichtet, bei denen ein Polizist so verletzt wurde, dass er eine Woche lang krank geschrieben wurde. Rund um die Sitzblockade vor dem Stadion war es demnach zu heftigen Kämpfen zwischen FC-Fans und den Sicherheitskräften gekommen. Zudem wurden Leipzig-Fans attackiert und bestohlen. „Wir nehmen das ernst. Wenn sich die Ermittlungen bestätigen, verurteilen wir das natürlich aufs Schärfste. Es geht nicht, auf gegnerische Fans oder Polizeibeamte loszugehen“, sagte Spinner. „Das hat mich sehr betroffen gemacht.“

Wir sind sehr an den Namen der Täter interessiert

Der FC-Präsident kündigte an, gegen identifizierte Personen hart vorzugehen. „Wenn es strafrechtlich relevante Taten gegeben hat, sind wir sehr an den Namen interessiert, damit diese von allen Seiten zur Rechenschaft gezogen werden können“, so Spinner. Die Polizei hatte erklärt, in 16 Fällen Strafanzeige gestellt wurde.

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