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Lehmann verspricht: „Für Europa steig ich ins Flugzeug“

Matthias Lehmann und Leonardo Bittencourt haben den 1. FC Köln am Samstagabend im Aktuellen Sportstudio des ZDF vertreten. Die Geissböcke plauderten über den Musiker-Jubel mit Anthony Modeste, über Europa und traten an der Torwand an.

Mainz/Köln – Peter Stöger hatte gebeten, sie sollten sich bitte benehmen. Anfangs saßen sie fast wie Zwillinge nebeneinander, die Hände vor sich auf dem Tisch gefaltet, freundlich lächelnd, höflich antwortend. Mit der Zeit bekamen sie Gefallen an ihrem TV-Auftritt.

Bittencourt erklärt die Kölner Kombo

Benehmen? Diese Worte seien wohl eher an Matze Lehmann gerichtet, befand Bittencourt, der sich später beim Torwand-Schießen den Wunsch erfüllte, besser als sein Kapitän zu sein. Lehmann traf bei keinem seiner sechs Versuche. Bittencourt vergab die ersten vier, traf dann aber – mit Jubelfaust und breitem Grinsen in Richtung seines Teamkollegen – in den beiden letzten Versuchen.

Bittencourt klärte zudem auf, was es mit dem Musiker-Jubel auf sich hatte. Nach dem 1:0 durch Anthony Modeste gegen Ingolstadt hatte der Franzose sich mit Konstantin Rausch, Marco Höger, Bittencourt und Simon Zoller an der Seitenlinie getroffen und musiziert. Modeste am Piano, Rausch am Schlagzeug, Höger mit der Trompete, Bittencourt an der Geige und Zoller am Bass. Ein verabredeter Jubel, wie Bittencourt erklärte.

Das heimische Konzert statt Kollegen-Sause

Im kleinen Kreis hätten sie sich verabredet, so der 22-Jährige, wenn einer von ihnen ein Tor machen würde. Das sei keine Arroganz oder die Folge des Höhenfluges, sondern nur Ausdruck der guten Laune, die beim Effzeh in der Kabine herrsche. Und warum Musik? „Weil es bei uns heißt, wenn einer mal nicht mit der Mannschaft abends etwas unternimmt, dass es zuhause ein Konzert gibt“, grinste Bittencourt.

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