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Lehmanns Achterbahn von Gelb-Rot zur Arschbacke

Matthias Lehmann räumte ab. Über 80 Minuten lang ackerte und rackerte der Kapitän des 1. FC Köln und half den Geissböcken, den knappen 1:0-Vorsprung gegen den VfL Wolfsburg über die Zeit zu bringen. Doch mit dem Ausgleich in der 83. Minute begannen für ihn die Minuten des Bangen. Auch persönlich – denn am Ende durfte er froh sein, nicht vom Platz geflogen zu sein.

Köln – Es lief die Nachspielzeit, als es für den 32-Jährigen richtig turbulent wurde. Ein Befreiungsschlag der Wolfsburger sprang auf Lehmann zu. Dieser stand als letzter Mann an der Mittellinie. Alle rechneten mit einem hohen Ball zurück in den Wolfsburger Strafraum. Doch der Kölner produzierte ein katastrophales Luftloch, das Leder rutschte ihm durch. Hinter ihm lauerte Kevin de Bruyne genau auf diesen Moment, schnappte sich die Kugel und lief alleine auf Timo Horn zu.

Ich kläre mit der Arschbacke auf der Linie

Was dann passierte, beschrieb Lehmann später so: „Am Ende hatte ich leichte Koordinationsprobleme. Da waren die Beine ein bisschen schwer und ich kriege den Fuß nicht mehr hoch. Ich treffe den Ball nicht, dann kommt de Bruyne und ich kläre mit der Arschbacke auf der Linie, nachdem Timo einmal hält. Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.“

Die goldene Arschbacke des Kapitäns war es also, die dem Effzeh am Ende sogar noch einen Punkt rettete, nachdem es lange nach einem sensationellen Sieg ausgesehen hatte. Simon Zoller hatte die Geissböcke in der 30. Minute in Führung gebracht, Nicklas Bendtner ausgeglichen (83.). Wer aber geglaubt hatte, mit der de-Bruyne-Torchance sei das Spiel zu Ende gewesen, der irrte. Auch, weil Lehmann erneut im Mittelpunkt stand. Und erneut Glück hatte.

Weiterlesen: Das Foul, das Lehmann das nächste Spiel hätte kosten können

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