Der 1. FC Köln gewinnt mit 3:2 gegen den FC Valencia.

Tünns Reise ins kleine Dorf

Er wollte nie nach Meppen gehen. Jetzt steht Toni Schumacher doch vor der Reise in die Stadt, die er einst als Profi kategorisch ausschloss. Kein Problem für den Vize-Präsidenten des 1. FC Köln, der trotz seines Spruchs von 1988 einen herzlichen Empfang im Emsland erwartet. „Ich hab ja nix Böses getan.“

Köln – Es war die Saison 1987/88, als Schumacher mit dem FC Schalke 04 vor dem Abstieg in die Zweite Liga stand. Schumacher wurde gefragt, ob er mit den Knappen ins Bundesliga-Unterhaus gehen würde. Da knallte er den legendären Satz raus. „Nein! In Meppen spiele ich nicht. Dann gehe ich lieber in die Türkei.“ Gesagt, getan, der Tünn wechselte zu Fenerbahce Istanbul, Schalke stieg als Tabellenletzter ab.

Das kleine Dörfchen kann kreativ sein

Eine Aussage nicht ohne Konsequenzen, wie der heute 61-Jährige erklärt. Schumacher wohnte zu der damaligen Zeit in Hürth – und nur wenige Tage nach dem Meppen-Spruch parkte ein LKW direkt vor seinem Haus. Darauf stand in großen Lettern: „Meppen grüßt Toni Schumacher.“

„Der stand da eine Woche lang. Ich fand das eine lustige Aktion“, so Schumacher. „Das zeigte, dass das kleine Dörfchen Meppen sehr kreativ sein kann.“ Abgesehen davon sei sein emotionaler Ausbruch damals ja auch „fast schon ein Lob gewesen, weil mir Meppen eingefallen ist“. Ob das die Meppener heute auch so sehen werden? Auf den Empfang des Kölner Idols darf man in jedem Fall gespannt sein. Schumacher ist auf alles vorbereitet – und freut sich. „Ich hab ja nix Böses getan. Die werden sich vielleicht einen Spaß erlauben, aber wir kommen ja aus einer Stadt, in der man das vertragen kann.“

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