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Halbstündiges Gespräch unter ziemlich besten Kollegen

Sie standen beisammen, als das Training begann. Und sie standen dort noch immer, als schon fast eine halbe Stunde der Vormittagseinheit am Dienstag rum war. Jörg Schmadtke und Peter Stöger unterhielten sich, mal lachend, mal ernst, mal wild gestikulierend, mal ruhig: Der Geschäftsführer und der Trainer des 1. FC Köln tauschten sich aus, während die Spieler schufteten.

Köln – „Wir mögen uns“, lautete hinterher die Erklärung von Peter Stöger für das lange Gespräch. „Das Trainingsprogramm war klar vorgegeben und wurde von Benny Kugel geleitet. Da hatte ich keinen Einfluss drauf“, ergänzte er schmunzelnd.

Das ist nicht überall so

Worüber sie geredet hatten, wollte der Österreicher freilich nicht verraten. Ob es die Aufarbeitung der vergangenen englischen Woche war? Ob es noch einmal um die Schiedsrichter-Thematik ging, die den FC seit Wochen begleitet? Oder um das bevorstehende Derby gegen Bayer Leverkusen? Stöger ließ es offen, meinte nur: „Wir haben das schöne Wetter genutzt und uns über private Dinge unterhalten, für die wir sonst keine Zeit haben. Im Büro ist das ja nicht möglich. Es ist doch schön, dass wir auch Dinge abseits des Fußballs, über die wir uns austauschen können. Das ist nicht überall so.“

Es ist kein Geheimnis, dass sich Sportchef und Übungsleiter auch dann gut verstehen, wenn es nicht nur um Fußball, das nächste Spiel und den nächsten Transfer geht. Beide betonten in den letzten Monaten immer wieder, dass sie einen engen, ehrlichen Austausch pflegten.

Vorgesetzter und Mitarbeiter – und doch auf Augenhöhe

Auch zuletzt verfolgten sie, abgesprochen oder nicht, immer eine ähnliche Linie. Wenn sie die Schiedsrichter kritisierten, dann beide, nicht einer alleine. Wenn sie sich vor einen Spieler schützend stellten, dann beide – wie zuletzt bei Frederik Sörensen. Und wenn sie von einem Spieler mehr forderten, dann auch beide gemeinsam – wie schon geschehen bei Milos Jojic.

Schmadtke und Stöger – ziemlich beste Kollegen beim FC, das demonstrierten sie auch am Dienstag. Der eine mag zwar der Vorgesetzte des anderen sein, dennoch sprechen sie auf Augenhöhe. Damit sind sie bislang beim Effzeh gut gefahren. Und so wollen sie auch am Samstag das Schiff wieder auf Kurs bringen und bei Bayer Leverkusen für einen Erfolg sorgen. Vielleicht haben sie dafür am Dienstag die Grundlage gelegt.

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