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Drei Kilo abgenommen: Neuer Jojic gibt mächtig Gas


Jojic kam aus Dortmund ohne jede Spielpraxis. In Köln hatte er kaum das Training aufgenommen, da fiel er zwei Wochen mit einer Bänderverletzung aus. Zeit, die ihm die ganze Hinrunde nachhing. Erst Ende November wirkte er spritziger, machte bei Einwechslungen wie in Darmstadt plötzlich einen besseren Eindruck. Doch die sportliche Lage war schwierig, Stöger wollte den zwar besser werdenden, aber noch immer nicht gänzlich fitten Jojic nicht noch einmal zur falschen Zeit ins Team nehmen, ließ ihn draußen.

Ich bin so stark im Kopf

Ein Teufelskreis, denn so konnte der Serbe nie zu seinem Rhythmus finden. Das soll sich nun ändern. „Ich will zeigen, was ich kann. Aber dafür brauche ich mehr Spiele“, sagte Jojic. Seine Lage ist nicht einfach. Doch er ist überzeugt, dass er da rauskommen wird. „Natürlich ist das schwierig. Aber ich bin so stark im Kopf.“

Milos Jojic wird von Leonardo Bittencourt gefoult und muss am Knie behandelt werden.

Bekam am Mittwoch im Training einen Schlag aufs Knie: Milos Jojic. (Foto: GBK)

Das Gefühl teilt sein Trainer. Stöger lobte seinen Schützling am Mittwoch, nachdem dieser im Training einmal mehr Vollgas gegeben hatte. „Er ist auf einem sehr guten Weg“, so der Österreicher. Vier Positionen sieht Stöger für Jojic: die Zehn, die beiden Flügelpositionen und die Position neben oder vor dem Sechser in einem 4-2-3-1 oder im 4-1-4-1 wie zu Saisonbeginn. „Er soll aus dem Mittelfeld mit Tempo kommen und Abschlüsse suchen. Das brauchen wir“, sagte Stöger.

Hinter den Spitzen kam zu wenig

Als Köln im vergangenen Herbst das Toreschießen verlernt hatte, sei dieses Thema „zu viel an den Stürmern aufgehängt worden“, monierte Stöger. Das Problem habe woanders gelegen: „Hinter den Spitzen kam zu wenig. Das hat uns gefehlt.“ Nun könnte Jojics Stunde schlagen. Er soll nicht nur mit seinen Standards, sondern mit seiner Abschlussstärke und seinen Pässen in die Spitze für mehr Torgefahr aus dem Mittelfeld sorgen. Die Frage bleibt: Löst Stöger die Doppelspitze zugunsten des Zehners Jojic auf oder wird sich der Serbe gegen Konkurrenten wie Yannick Gerhardt auf der Acht oder Marcel Risse beziehungsweise Leonardo Bittencourt auf den Außen durchsetzen müssen? Bereit dafür scheint Jojic zu sein. Und fit genug.

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