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Eierköppe-Prozess: Strafe für Schmadtke bleibt bestehen

Jörg Schmadtke ist am Dienstag im „Eierköppe“-Prozess nach einer mündlichen Verhandlung vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro verurteilt worden. Anwalt Christoph Schickhardt hatte einen „makellosen Freispruch“ beantragt.

Frankfurt – Sie kamen zu viert. Schmadtke, Staranwalt Schickhardt, Präsident Werner Spinner und Mediendirektor Tobias Kaufmann. Vor der Verhandlung an der Otto-Fleck-Schneise berieten sie sich noch einmal bei einem Spaziergang im Wald. Dann ging es in den Sepp-Herberger-Saal 4 und zu Richter Hans E. Lorenz.

Ihr Eierköpfe werdet von Woche zu Woche schlechter

Christoph Schickhardt, Jörg Schmadtke und Werner Spinner. (Foto: GBK)

Christoph Schickhardt, Jörg Schmadtke und Werner Spinner. (Foto: GBK)

Der Richter zeigte sich allerdings gänzlich unbeeindruckt von der Kölner Entourage und bestätigte die bereits in erster Instanz verhängte Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro „wegen unsportlichen Verhaltens“. Schmadtke hatte sich der Anklage zufolge in der Halbzeitpause des Spiels des 1. FC Köln beim SV Werder Bremen am 12. Dezember 2015 im Weserstadion im Spielertunnel abfällig über das Schiedsrichter-Gespann um Guido Winkmann geäußert. Er wurde in der Anklageschrift mit den Worten zitiert: „Ihr Eierköppe werdet von Woche zu Woche schlechter.“

Schmadtke gestand diese Äußerung ein, erklärte aber erneut: „Für mich ist ‚Eierköppe‘ eine sehr saloppe Bezeichnung eines Menschen und keine Straftat.“ Er schilderte den Moment der Äußerung so: „Im Kabinengang hat mich jemand angesprochen und dann habe ich das gesagt. Aber ich habe nicht laut gesprochen, nicht geschrien, sondern es etwas lauter in meinen Bart gemurmelt. Ich glaube nicht, dass Herr Winkmann überhaupt etwas gehört hat.“ Winkmann habe ihm erst am Ende der Halbzeitpause erklärt, dessen Assistenten hätten den Ausspruch gehört, weshalb Schmadtke anschließend auf die Tribüne verwiesen worden war.

Weiterlesen: Winkmann gar nicht erst bei der Verhandlung

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