,

Die Dreierkette funktioniert nicht nur gegen die Top-Klubs

Gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen durfte sie als Defensivtaktik ran: Der 1. FC Köln bewies nun beim Hamburger SV, dass die Dreierkette in der Defensive nicht nur ein Vehikel gegen scheinbar übermächtige Gegner sein kann. Mit einer offensiven Ausrichtung dominierten die Geissböcke den HSV über weite Strecken der Partie. Kommt sie gegen Frankfurt erneut zum Einsatz?

Hamburg/Köln – Jörg Schmadtke hatte eine klare Meinung. „Das hat gut geklappt. Wir waren in der ersten Hälfte richtig deutlich überlegen. Das hat sich mehr nach Heimspiel als nach Auswärtsspiel angefühlt.“ Der Sportchef des 1. FC Köln hatte eine weit überlegene Kölner Mannschaft gesehen, die dem HSV nach anfänglichen Zuordnungsproblemen kaum Luft zum Atmen gegeben hatte.

Dominique Heintz gegen Nicolai Müller. (Foto: CM)

Machte den Laden mit Maroh und Mavraj dicht: Dominique Heintz. (Foto: CM)

Alle waren sich nach den 90 Minuten von Hamburg einig gewesen: Der 1. FC Köln hätte das Team von Bruno Labbadia schon in der ersten Hälfte Schachmatt setzen müssen. Einzig die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor hatte den FC schließlich den eigentlich verdienten Dreier gekostet.

Wechsel hätten die Spielidee verändert

Defensiv wenig im Zentrum zulassen, Stärke bei hohen Bällen, dazu mehr Druck mit Filip Mladenovic und Marcel Risse über die Außenbahnen sowie im Trio Zoller/Modeste/Bittencourt drei angenehme Angreifer: „Vieles von dem, was wir uns überlegt haben, ist heute aufgegangen“, freute sich Trainer Peter Stöger über die erfolgreiche Umsetzung der taktischen Vorgaben.

Sie hatte sogar so gut funktioniert, dass Stöger erstmals in dieser Saison auf jegliche Auswechslungen verzichtete – ein Ritterschlag für die elf Spieler, die auf dem Platz standen. „Wir hatten keine Lücken und waren gut im Spiel. Wechsel hätten eine Veränderung der Spielidee gebracht, was wir nicht wollten“, erklärte der Österreicher. „Es war ein Zeichen, dass wir das Gefühl hatten, dass sie es sehr gut machen.“

Weiterlesen: Mit der gleichen Taktik gegen Frankfurt?

Schlagworte:
0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar