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Hector oder ein anderer? Wer wird Kapitän beim HSV?

Wenn der Tross des 1. FC Köln am Samstag nach dem Abschlusstraining in Richtung Hamburg aufbricht, wird Matthias Lehmann nicht mit an Bord sein. Der Kapitän ist Gelb-gesperrt und wird damit erstmals in dieser Saison nicht von Beginn an auf dem Platz stehen. Neben der Frage, wer ihn sportlich ersetzt, ließ Trainer Peter Stöger ebenfalls noch offen, wer die Kapitänsbinde tragen wird.

Köln – Jonas Hector gilt als erster Anwärter auf das Amt des stellvertretenden Spielführers. Der Nationalspieler ist wieder fit, nachdem er am Donnerstag noch geschont worden war. Gegen den HSV wird er von Beginn an auflaufen – ob im defensiven Mittelfeld wie zuletzt in Wolfsburg oder auf seiner angestammten Position links hinten, ist noch unklar.

Hector braucht keine Schleife um den Arm

Klar ist aber auch, dass Hector nicht automatisch Kapitän werden wird. Stöger sagte am Freitag, Hector gehöre zu jenen Spielern, „die keine Schleife um den Arm brauchen, um Einfluss auf das Spiel zu nehmen“. Zwar ist der 25-Jährige Lehmanns Stellvertreter und wäre als ruhiger, in der Bundesliga angesehener Nationalspieler ein würdiger Vertreter des erfahrenen Kapitäns.

Doch Stöger ließ die Entscheidung noch offen. „Es gibt viele, die es sich verdient hätten“, sagte der Österreicher. Für mich hat die Entscheidung nicht die größte Wertigkeit.“ Wohl aber für jenen Spieler, der die Binde bekommen wird. Timo Horn, der in Testspielen schon mal als Kapitän aufgelaufen war, ist für Stöger allerdings kein Kandidat, da der 49-Jährige einen Feldspieler präferiert, der in brenzligen Situationen auch schnell auf Höhe des Geschehens sein kann, ohne über das halbe Feld laufen zu müssen.

Werden den Ausfall kompensieren können

Hector oder doch jemand anderes? Diese Frage könnte sich auch sportlich ergeben, je nach dem, wer Lehmann auf der Sechs ersetzen soll. Der Chef im defensiven Mittelfeld muss passen, also muss Stöger eine andere Lösung finden. Bleibt Hector wie in Wolfsburg auf der Sechs, könnte Kevin Vogt neben ihn rücken. Rückt Hector aber wieder nach hinten links für Mladenovic, würde neben Vogt auch Yannick Gerhardt vor die Abwehr rücken. Gerhardt hatte in Wolfsburg noch hinter der einzigen Spitze Anthony Modeste gespielt. „Wir werden Matzes Ausfall kompensieren können“, äußerte sich Stöger nur vage.

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