Yuya Osako und Matthias Lehmann gegen Raffael. (Foto: Mika Volkmann)

Wie im Hinspiel: Kann Köln die Verunsicherung nutzen?

Selten hatte es derart vertauschte Rollen im Rheinischen Derby gegeben wie in der Hinrunde 2015/16. Borussia Mönchengladbach stand nach vier Spieltagen ohne Sieg und ohne Punkt am Tabellenende, der 1. FC Köln auf Rang acht mit sieben Zählern. Die Geissböcke nutzten die Verunsicherung der Gladbacher und besiegten die Fohlen mit 1:0. Ein halbes Jahr später ist alles anders – oder doch nicht?

Köln/Mönchengladbach – Auf den ersten Blick haben sich die Kräfteverhältnisse wieder so eingependelt, wie sie der Entwicklung der beiden Vereine in den letzten Jahren entsprechen. Der Champions-League-Klub steht vor den Domstädtern, die ja erst ihre zweite Erstliga-Saison nach dem Wiederaufstieg spielen. Dass der Abstand nur drei Punkte beträgt, ist ein Kompliment für den schnellen Fortschritt am Geißbockheim.

Wir gehen mit dem besseren Gefühl ins Spiel

Und doch ähneln sich die Vorzeichen im Vergleich zum Hinspiel. Gladbach kassierte gegen Hamburg eine 2:3-Pleite, hat zwar nicht vier Spiele in Folge verloren und dabei nur zwei Tore geschossen (wie in den ersten vier Saisonspielen). Trotzdem gingen sechs (!) der letzten acht Pflichtspiele verloren. Köln dagegen ist gut aus den Startlöchern gekommen, hat nicht zuletzt dank des 3:1-Sieges über Frankfurt neues Selbstbewusstsein getankt.

„Von den Vorzeichen her werden wir wohl mit dem besseren Gefühl ins Spiel gehen als die Gladbacher“, sagt Kapitän Matthias Lehmann. „Wir wollen das gute Hinspiel bestätigen und ich bin überzeugt, dass wir Mittel finden werden, um in Gladbach zu gewinnen.“

Weiterlesen: Was Köln in den letzten Spielen stärker gemacht hat

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