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Krise abgewendet: Effzeh erkämpft wichtigen Punkt

Der 1. FC Köln hat nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder einen Punkt geholt. Am Dienstagabend sicherten sich die Geissböcke beim FC Ingolstadt 04 ein 1:1 (0:1). Dabei waren die Kölner einmal mehr schwer in die Partie gekommen, konnten sich aber dieses Mal wieder auf Torjäger Anthony Modeste verlassen.

Ingolstadt – Dass es kein Spiel für Fußball-Ästheten werden würde, das war schon vor Beginn der Partie klar. „Es hat sich bis nach Köln herumgesprochen, dass die Ingolstädter im Kopfballspiel richtig gut sind“, hatte Peter Stöger vor der Partie erklärt. Die Folge: Er bot eine Viererkette auf, die ausschließlich aus Innenverteidigern bestand. Alle Hochgewachsenen im Kader des Effzeh standen auf dem Platz. Auch Kevin Vogt, der für Jonas Hector in die Startformation gerutscht war, nachdem dieser verletzt in Köln geblieben war.

Hinterseer bestraft nachlässige Kölner

Viele hohe Bälle sahen die 14.503 Zuschauer im Audi-Sportpark tatsächlich von Beginn an. Allerdings auch durchaus ansehnliche Spielzüge von beiden Mannschaften. Während Ingolstadt schnell auf Standardsituationen setzte, kam der Effzeh erstmals über Frederik Sörensen und Anthony Modeste zu einer guten Chance, als sie Yannick Gerhardt freispielten, der auf halbrechts durchbrach, querlegte, aber Leonardo Bittencourt mit dem langen Bein den Ball und damit die Führung verpasste (7.).

Nach zwei weiteren guten Chancen für die Gäste – Modeste verpasste aus 14 Metern, Bittencourt verzog – übernahm aber Ingolstadt das Kommando. Der 1. FC Köln verlor zusehends den Zugriff, lief den Gastgebern hinterher, verursachte diverse Standards in Tornähe und musste in der 36. Minute mitansehen, wie da Costa auf rechts frei flankte und Lukas Hinterseer im Zentrum nur noch den Fuß hinhalten musste, um zur Schanzer Führung zu treffen.

Zum zehnten Mal in Folge nicht zu Null

Einmal mehr gelang es den Kölnern nicht, eine erste Halbzeit auf Augenhöhe mit dem Gegner zu spielen und geriet im vierten Spiel in Folge in Rückstand. Das Gegentor zeigte zudem, dass die einstig sichere Abwehr der Geissböcke deutlich anfälliger geworden ist. Bereits zum zehnten Mal in Folge blieben die Domstädter nicht ohne Gegentor.

Weiterlesen: Risse gedankenschnell, Modeste mit Köpfchen

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5 Kommentare
  1. ulli
    ulli says:

    Ich kann nicht richtig verstehen, dass unser Neuzugang Mladenovic nicht von Anfang an auf links verteidigt hat. Heintz ist ein guter IV aber auf der Außenbahn eher limitiert. Ich war andererseits zufrieden mit Sörensens‘ Premiere als rechter Verteidiger. Er hat recht kaum etwas zugelassen und ist für mich auf rechts eine Alternative für das Schalke-Spiel, jedenfalls stärker als Olkowski in dieser Saison. Egal, wie er zustande gekommen ist, der Punkt ist wichtig für den Kopf.

  2. DerAndereLitti
    DerAndereLitti says:

    Mund abputzen und froh sein über den glücklichen Punkt. Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Wochen einige Spieler (Modeste, Risse, Osako, Bittencourt, Lehmann…) wieder in Form kommen … ansonsten kann das noch ziemlich eng werden.
    Für die neue Saison bleibt die Hoffnung, dass wir noch den ein oder anderen torgefährlichen und abschlussstarken Spieler dazubekommen. Stand jetzt ist das (neben den Standards) einfach katastrophal, wie viele Leute wir haben, die nicht in der Lage zu sein scheinen, mal nen vernünftigen Abschluss zu fabrizieren! Wer außer Modest und mit Abstrichen Gerhardt, Mladenovic und Zoller ist denn überhaupt in der Lage mal nen guten Torschuss abzugeben?

  3. Manni
    Manni says:

    Hat vielleicht mal jemand darüber nachgedacht, welche Elf der Trainer auflaufen lässt? Wie kann man trotz eines kopfballstarken Gegners 6 defensiv Spieler bringen und man damit im Spielaufbau völlig überfordert ist. Da kann doch kein Mensch mehr hinsehen, vorausgesetzt er hat Ahnung vom Fußball, wie viele neutrale lange Bälle gespielt werden! Das hat nichts mit Fußball zu tun, und schon gar nichts mit Bundesliga! Der FC hat genügend Potential, das aber immer wieder auf der Strecke bleibt, da Kreativspieler wie Jojic keine richtige Chance bekommen. Beispiel Gerhardt! Wie lange hat man gebraucht um zu kapieren dass der Junge super wichtig für uns ist! Offensiv ist Modeste unsere Lebensversicherung, hat aber zu wenig Möglichkeiten, da zu wenig Offensivspieler ihm helfen können. Mir geht die Defensivtaktik schon lange auf die Nerven!

  4. brostewitz
    brostewitz says:

    hallo freunde, wenn ich lese krise abgewendet, ein punkt gut, aber spielerisch war das doch wieder ein offenbarungseid – die mannschaft hat gegenüber der vorrunde in allen teilen abgebaut ! die letzten spiele waren für mich nicht bundesligatauglich, abwehr hat jede stabilität verloren, mittelfeld ist nach wievor nix und der sturm – ohne modest ???? also ich finde wenn die truppe nicht ganz schnell wieder zur normalform zurück findet kämpfen wir noch um den abstieg ! die schanzer und wir haben doch ähnliche spielweise – kein mittelfeld – hohe, lange bälle in die spitze, nur frag ich mich wieso das bei denen wesentlich besser klappt wie bei uns ? wenn man unsere abwehr gesehen hat – wie oft bälle verloren wurden oder wenn mal gewonnen kamen die zweiten bälle sofort zurück – wobei so eine spielweise doch jeder abwehr eigentlich entgegen kommt – der ball ist hoch und relativ lang in der luft also kann ich mich doch positionieren ! nur bei uns klappt das nicht ? wir im gegenzug haben mit unseren langen bällen kaum erfolg !? ein spiel zum vergessen mit einem glücklichen punkt, manche einzelnoten kann ich nicht nachvollziehen, es ist keiner in der lage mal ruhe in das spiel zu bringen – alle hektisch und nervös, schlechte ballbehandlung inklusive ! ich möchte nichts schwarzmalen, aber eine steigerung wäre schon nötig !

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