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Tor-Erlaubnis für Hector und die Frage der Autorität

Das Spiel des 1. FC Köln bei der TSG 1899 Hoffenheim ist das erste Trainer-Duell zwischen Peter Stöger (49) und dem gerade einmal 28-jährigen Julian Nagelsmann. Der TSG-Coach hat sein Team auf links gedreht und zur Mannschaft der Stunde geformt. Stöger zollt dem Trainer-Talent Respekt.

Köln – Es war eines der aufregendsten und nervenaufreibendsten Spiele der vergangenen Saison beim Effzeh: Der 3:2-Sieg über Hoffenheim bedeutete den vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt, war nach einer 2:0-Führung und Roter Karte für Pawel Olkowski aber an Spannung kaum zu überbieten.

Hector und Modeste im Fokus

Zwei Spieler, die damals für Furore sorgten, waren Anthony Modeste und Jonas Hector. Modeste kam beim Stand von 1:2 aus Sicht seiner Hoffenheimer ins Spiel, machte mächtig Alarm, erzielte das Tor zum 2:3-Endstand und bewies, warum sich die Kölner längst um ihn bemühten. Nun kehrt der Franzose mit dem FC erstmals zu seinem Ex-Klub zurück.

Der zweite Star des Tages war Hector. Der Nationalspieler hatte mit einem furiosen Sololauf Mitte der zweiten Hälfte das zwischenzeitliche 3:1 erzielt und damit seiner Mannschaft die drei Punkte gesichert. Ein Jahr später reist der 25-Jährige mit dem Selbstvertrauen seines ersten Länderspiel-Tores nach Hoffenheim. Trainer Peter Stöger freut’s: „Das Tor wird sein Leben nicht komplett verändern, aber er darf gerne auch für uns wieder treffen – auch in Hoffenheim.“

 

Nagelsmanns 180-Grad-Wende mit Hoffenheim

Zumindest könnte das Spiel am Sonntag um 17.30 Uhr dem aus dem April 2015 ähneln. Vergessen ist in Hoffenheim wieder die Defensiv-Taktik von Ex-Coach Huub Stevens, der im Hinspiel in Köln ein 0:0 ermauerte. Neu-Coach Julian Nagelsmann hat eine 180-Grad-Wende vollzogen und seinem Team einen neuen Offensiv-Geist eingehaucht. Und das überaus erfolgreich.

Weiterlesen: „Selbst ein Österreicher hat in Köln Autorität“

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