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"Wahnsinn!" Augsburg tobt nach Modeste-Handspiel

Anthony Modeste hat mit einem Handspiel im eigenen Strafraum die Diskussion um den Videobeweis in der Bundesliga neu angekurbelt. Der Stürmer des 1. FC Köln hatte Glück, dass er beim 0:0 in Augsburg keinen Elfmeter gegen seine Mannschaft verursachte. Die Verantwortlichen des FCA waren hinterher nicht erfreut.

Augsburg – Es lief die 13. Spielminute, als Daniel Baier einen Eckball in den Kölner Strafraum brachte. Tony Modeste ging zum Kopfball hoch, riss seine Arme in die Höhe und spielte den Ball statt mit seinem Schädel mit der Hand. Ein klarer Elfmeter, den Tobias Welz nicht pfiff.

Klassische Szene für einen Video-Schiedsrichter

Während FC-Coach Peter Stöger die Szene nicht bewerten wollte, hatten die Augsburger eine klare Meinung dazu. Manager Stefan Reuter echauffierte sich: „Es ist unvorstellbar, dass das von vier Schiedsrichtern keiner sieht. Wir hatten eine Super-Sicht. Klarer geht es nicht. Für mich ist das Wahnsinn!“ Und weiter: „Das ist eine klassische Szene für einen Video-Schiedsrichter.“

Trainer Markus Weinzierl ergänzte: „Ich habe sofort gesehen, dass es nicht der Kopf war. Wenn es der Schiedsrichter nicht sieht, muss es der Linienrichter sehen. Er hatte freie Sicht.“ Und doch blieb der Pfiff aus, Augsburg schaffte es in der Folge selbst in Überzahl nicht, Timo Horn in Kölns Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. So endete die Partie am Ende leistungsgerecht torlos.

Köln ausnahmsweise im Vorteil

Für den Effzeh ist die Diskussion zum Videobeweis bekanntlich nicht neu. Die Geissböcke haben, je nach Rechnung, schon bis zu neun Punkte „verpfiffen“ bekommen. Auch im Spiel in der vergangenen Woche gegen Darmstadt, das schließlich 4:1 endete, hätten die Kölner einen Strafstoß bekommen müssen. Nun also durften sich Modeste und Co. ausnahmsweise mal beim Schiedsrichter bedanken.

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