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Zum Warten verdammt: Hilft der U21 eine Insolvenz?


Seit knapp fünf Jahren befindet sich Rot-Weiß Ahlen in einer Planinsolvenz. Das heißt, dass in den letzten Jahren gemeinsam mit einem Insolvenzverwalter versucht wurde, den Klub wirtschaftlich wieder auf gesunde Füße zu stellen. Nun soll sich in den nächsten Wochen entscheiden, ob dieser Plan aufgegangen ist oder ob sich der Klub doch aus der Regionalliga zurückziehen muss. Knackpunkt ist der Streit der Ahlener mit einem Gläubiger, dem noch ein sechsstelliger Betrag zusteht. Erfolgt keine Einigung innerhalb der nächsten Wochen, dürfte der Insolvenzplan als gescheitert angesehen werden. Ahlen stünde dann als Absteiger fest.

Als Jugendspieler waren sie erfolgsverwöhnt

Für Martin Heck kein Grund, optimistischer zu sein. „Wir Trainer sind uns bewusst, dass es viele Eventualitäten in der Liga gibt und dass unter Umständen Platz 15 (der erste Abstiegsplatz) doch noch zum Klassenerhalt reichen könnte. Aber diese Diskussion müssen wir uns allen ersparen, vor allem den Spielern. Wir brauchen neun Punkte aus den letzten drei Spielen, alles andere darf keine Rolle spielen in unseren Gedanken.“

Sicher ist, dass sich Heck mit seinem Trainerteam Patrick Helmes und Uwe Grauer in den kommenden Wochen auch Gedanken machen muss, wie es im Sommer weitergeht. Die Gründe für die schwache Saison sind vielschichtig. Langwierige Verletzungen von Leistungsträgern wie Maurice Exslager, Timo Hübers und Kelvin Lunga trafen das Team schwer. Hinzu kam, dass diverse Spieler, die zuvor noch bei den A-Junioren gespielt hatten, mit der Umstellung in die Regionalliga nicht sofort zurecht kamen. „Sie kannten als Jugendspieler des 1. FC Köln fast nur das Gewinnen“, erklärt Heck das mentale Problem. „Sie kamen erfolgsverwöhnt zu uns und mussten erst einmal realisieren, dass es plötzlich Gegner gab, die ihnen viele Schritte voraus waren. Das haben die Spieler unterschätzt, ich als Trainer aber auch.“

Wie geht es mit dem Trainerteam weiter?

Heck, der seine erste Saison als U21-Coach absolviert, gibt zu, auch selbst erst so langsam in der Liga angekommen zu sein. „Auch ich persönlich habe unglaublich viel gelernt. Deswegen hoffe ich, dass wir als Trainerteam zusammen mit der Mannschaft ein weiteres Jahr bekommen, um die Entwicklung fortzusetzen, die wir begonnen haben.“ Eine Trainerdiskussion wird es beim Effzeh aber wohl erst geben, wenn klar ist, ob die U21 den Klassenerhalt geschafft hat oder nicht. Denn sollte es für die Jung-Geissböcke runter gehen, ist eine Auflösung der Mannschaft die aktuell wahrscheinlichste Option.

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