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Die Aufreger der Saison von "Handreasen" bis Tony Ujah

Die vergangene Saison war für den 1. FC Köln sportlich sehr erfolgreich. Doch obwohl es intern seit dem Aufstieg und der Neuaufstellung  im Verein deutlich ruhiger zugeht, gab es in dieser Saison einige Aufreger. Wir blicken zurück auf die hitzigen Momente der Saison.

Ujah und Maroh geraten aneinander

Anthony Ujah gegen Dominic Maroh. (Foto: Ulmer/Hake)

Anthony Ujah gegen Dominic Maroh. (Foto: Ulmer/Hake)

Beim Auswärtsspiel gegen Bremen am 16. Spieltag geht ausgerechnet Anthony Ujah nach einem eher harmlosen Zweikampf mit Dominique Heintz zu Boden. Schiedsrichter Guido Winkmann zeigt dennoch auf den Punkt: Strafstoß für Bremen. Ujah verschießt. Doch eigentlich geht es erst hinterher richtig los. Dominic Maroh wirft dem Nigerianer Unsportlichkeit vor: „Tony hat mir gesagt: Wenn der Schiedsrichter ihn gefragt hätte, hätte er gesagt, dass es kein Elfer war.“

Maroh weiter: „Vor einem halben Jahr hat er noch das FC-Wappen geküsst. Da hätte ich mir mehr Loyalität erwartet. Aber die ist ihm wohl abhanden gekommen.“ Kein Wunder, dass Ujah dagegen hielt und seinerseits noch einen drauflegte: „Ich bin nicht überrascht, dass von Maroh solche Kommentare kommen. Er ist der einzige komische Spieler im Kölner Kader, keiner versteht ihn dort. Maroh will meinen Namen bei den Kölner Fans noch schlimmer in Verruf bringen.“ Letzteres hatte Ujah allerdings schon gänzlich selbst hinbekommen – man erinnere sich an seinen „100% Werder“-Wechsel.

Die Eierköppe-Affäre

Jörg Schmadtke auf der Tribüne im Weserstadion. (Foto: Ulmer/Hake)

Jörg Schmadtke auf der Tribüne im Weserstadion. (Foto: Ulmer/Hake)

Insgesamt stand das Spiel des SV Werder gegen den Effzeh unter keinem guten Stern. Im Mittelpunkt: Schiedsrichter Guido Winkmann. Dieser hatte erst bei einer Ecke für den Effzeh den Japaner Yuya Osako gefragt, ob dieser den Ball vor dem Überschreiten der Linie noch berührt hatte. Was der Japaner sagte, blieb ein Rätsel. Jedenfalls entschied Winkmann anschließend auf Abstoß. Als fünf Minuten dann Ujah im Strafraum des Effzeh fiel und der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied, ohne den Nigerianer noch einmal zu befragen, platzte insbesondere Sportchef Jörg Schmadtke der Kragen.

„Wir haben uns unterhalten und dann hat der Schiedsrichter vernommen, ich hätte ihn beleidigt“, sagte Schmadtke nach dem Spiel zu einer Szene im Kabinengang während der Halbzeitpause. Schmadtke erklärte frei heraus, gerufen zu haben: „Ihr Eierköppe werdet von Woche zu Woche schlechter.“ Den Ausdruck „Eierkopp“ sah Trainer Peter Stöger entspannt und amüsiert. „Das sagt er zu mir fast jeden Tag.“ Das DFB-Sportgericht sah es bekanntlich anders. „Eierkopp“ kostet jetzt offiziell 6000 Euro.

Das Handtor von Andreasen

Karneval am 11.11. mit dem 1. FC Köln.

Karneval am 11.11. mit dem 1. FC Köln. (Foto: GBK)

Die Mutter aller Fehlentscheidung fiel aber wohl im Spiel des Effzeh gegen Hannover 96. Peter Stöger konnte sich nach dem Spiel nur mit Mühe zügeln, um keine Geldstrafe zu riskieren. Doch der Trainer des 1. FC Köln ließ kein gutes Haar an Schiedsrichter Christian Dankert, der das 0:1 des 1. FC Köln gegen Hannover 96 durch Leon „Handreasen“ als reguläres Tor erkannt hatte. Schmadtke sah darin zwar eher den im Handball bekannten „Kempa-Trick“. Doch wenigstens nahmen es die Kölner dann einige Wochen später mit Humor, spielten am 11.11. Handball im Training und verkleideten sich unter anderem als Schiedsrichter zu Karneval. Es ist zu vermuten, dass der DFB diese Aktion mit seiner bekannten Humorlosigkeit hingenommen haben dürfte.

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