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Abschied mit Abstieg: "Ich bin traurig und wütend"

Die 1:2-Niederlage der U21 des 1. FC Köln beim FC Wegberg-Beeck bedeutet den sportlichen Abstieg für die Geissböcke aus der Regionalliga West. Nur der Aufstieg der Sportfreunde Lotte oder ein Rückzug einer anderen Mannschaft könnte den Effzeh noch in der Liga halten. Für Daniel Mesenhöler war das Spiel in Wegberg doppelt bitter. Der Torhüter verlässt die Geissböcke und hat nun seinen ersten Abstieg in der Vita stehen.

Wegberg/Köln – Er saß minutenlang auf der Bank, den Kopf in die Hände gestützt, blickte mit leerem Blick auf das Feld. Dort, auf dem Rasen im Waldstadion, hatte Daniel Mesenhöler gerade sein letztes Spiel für den 1. FC Köln verloren, war abgestiegen und wird den Klub nun verlassen. „Ich bin traurig, dass ich mit einer Niederlage und dem Abstieg hier weggehe. Das hatte ich mir anders vorgestellt“, sagte der deutsche U20-Nationaltorhüter später zum GEISSBLOG.KOELN. „Und ich bin wütend über die vergebene Chance heute, weil es so unnötig war.“

Mesenhöler weiß schon, wohin er wechseln wird

Die U21 des 1. FC Köln ist sportlich abgestiegen. (Foto: GBK)

Daniel Mesenhöler. (Foto: GBK)

Beim FC Wegberg-Beeck hatte Mesenhöler noch mehrfach seine Mannschaft im Spiel gehalten, parierte in Hälfte eins stark gegen Arian Berkigt und nach der Pause gegen Thomas Lambertz, Johannes Walbaum und Dominik Bischoff. Es half nichts. Beim 0:1 durch Bischoff flog er vergeblich, als das Leder im Winkel einschlug. Beim Elfmeter durch Walbaum hatte er die Ecke geahnt, erreichte den platzierten Schuss aber nicht. Nach dem Spiel erfüllte ihn wie die anderen Spieler die Leere des Abstiegs. Auch, wenn Mesenhöler weiß, dass er sportlich in der kommenden Saison eher aufsteigen wird.

Sein Vertrag beim 1. FC Köln läuft zum 30. Juni 2016 aus. Der Effzeh hat ihn bereits auf der Saisonabschluss-Feier offiziell verabschiedet, Sven Müller übernimmt Mesenhölers Posten als Nummer drei bei den Profis und – sollte die U21 weiter fortbestehen – die Rolle der Nummer eins bei der zweiten Mannschaft. Mesenhöler selbst zieht weiter, will höherklassig spielen und hat bereits einen neuen Klub gefunden. „Ich weiß schon, wo es hingeht. Aber ich bitte um Verständnis, dass es erst in den nächsten Tagen bekannt gegeben wird“, sagte er. Ob es in die Dritte, Zweite oder gar in die Bundesliga gehen wird, ist noch nicht bekannt. Am Samstag spielte es für den 20-Jährigen aber noch keine Rolle. Er war – genauso wie der Rest der U21 des Effzeh – verdientermaßen abgestiegen.

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