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Olympia-Dilemma: Darum steckt Köln in der Zwickmühle


Klar ist, dass der 1. FC Köln über die Abstellung gemeinsam mit den Spielern treffen wird. Sportchef Jörg Schmadtke wollte sich zur endgültigen Entscheidung noch nicht äußern. Er will zunächst mit den betreffenden Spielern sprechen. Und das persönlich. Somit wird der Effzeh erst Anfang Juli darüber befinden, wie man weiter verfahren wird.

Olympia-Teilnehmer verpassen das Trainingslager in Kitzbühel

Dabei spielen zwei Kriterien entscheidende Rollen. Erstens: der Kampf um die Stammplätze. Timo Horn müsste sicher nicht um seinen Platz im Tor bangen. Dominique Heintz und Leonardo Bittencourt sowie Yuya Osako dagegen würden, so sie bei Olympia dabei wären, die entscheidende Phase der Vorbereitung vollständig verpassen. Die Nationaltrainer werden ihre Teams Ende Juli zusammenrufen. Das Turnier findet vom 3. bis 20. August statt. Die Kölner Spieler würden daher das Trainingslager in Kitzbühel (ab dem 29. Juli) und damit die entscheidenden taktischen Einheiten im Vorfeld der Saison verpassen.

Bundestrainer Joachim Löw. (Foto: M.i.S.)

Bundestrainer Joachim Löw. (Foto: M.i.S.)

Das zweite Kriterium betrifft den Zeitraum NACH Olympia. Gerade einmal einen Spieltag wird die Bundesliga-Saison 2016/17 alt sein, da steht bereits die erste Länderspiel-Pause an. Ein, vorsichtig ausgedrückt, unglücklicher Termin, der zu einer Menge Ärger führen dürfte, nicht nur beim 1. FC Köln. Doch klar ist auch, dass die Kölner jene Nationalspieler, die bei Olympia dabei waren, nicht noch einmal ziehen lassen würden, nachdem diese gerade erst aus Rio wiedergekommen sind.

Wie kompromissbereit zeigt sich der DFB?

Der Deutsche Fußball-Bund hat bereits klar gestellt, dass er die Bereitschaft der Klubs voraussetzt, wenn es um die Abstellung einer schlagkräftigen Truppe für Rio 2016 geht. Dass Joachim Löw mit seinen Nominierungen für die EM 2016 (Julian Weigl, Joshua Kimmich, Leroy Sané) dem Olympia-Team einen (wenngleich nachvollziehbaren) Bärendienst erwiesen hat, ist dabei nur eine Randnotiz. Die Bereitschaft der Klubs im Sinne des olympischen Gedanken wird wohl auch davon abhängen, inwieweit der DFB in der ersten Länderspiel-Pause der neuen Saison kompromissbereit sein wird.

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