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Modestes Ziele: "Ich möchte Europa League spielen"

Anthony Modeste hat das Wechsel-Theater um seine Person abgehakt. Der Franzose bleibt dem 1. FC Köln treu. Er habe nie etwas anderes gewollt, beteuerte der 28-Jährige nun im Trainingslager. Gut gepokert haben er und sein Berater also dafür, dass der Stürmer einen neuen Vertrag bis 2021 bekam. Fünf Jahre ohne Ausstiegsklausel – kein Wunder, dass sich Modeste ehrgeizige Ziele mit seinem Klub setzt.

Bad Tatzmannsdorf – Als Peter Stöger am Montag im Training zu Anthony Modeste ging und ihn umarmte, konnte man nur mutmaßen: Hatte der FC-Coach seinem Angreifer gerade sein Mitgefühl für die Final-Niederlage Frankreichs gegen Portugal übermittelt? Oder betreibt Stöger Seelenpflege für Modeste, damit dieser mit einem ebenso guten Gefühl in die neue Saison startet wie im letzten Jahr?

Angst habe ich nur vor meinem Papa

Das Finale der EM 2016 hatte Modeste am Sonntagabend im Kreise einiger seiner Teamkollegen vor dem Fernseher im Hotel in Österreich verfolgt. Anfangs noch gut gelaunt, später traurig. „Es ist sehr schade“, sagte Modeste tags drauf, resümierte aber positiv: „Es war gut, dass Frankreich ins Finale gekommen ist. Es wurde viel über die Attentate gesprochen. Alle Leute hatten Angst. Deswegen war das sehr gut.“

Anthony Modeste im Visier von Peter Stöger. (Foto: GBK)

Anthony Modeste im Visier von Peter Stöger. (Foto: GBK)

Modeste hatte sich selbst live vor Ort das Spiel seiner Franzosen gegen Albanien mit Mergim Mavraj angeschaut. Ansonsten hatte er das Turnier vom Fernseher aus verfolgt und vor allem seinem Freund Dimitri Payet die Daumen gedrückt. Unwohl hatte er sich trotz all der Warnungen nie gefühlt in Frankreich. „Die Polizei hat einen guten Job gemacht“, so Modeste und fügte lächelnd hinzu: „Und Angst habe ich nur vor meinem Papa.“

Allergie seines Sohnes bewegt Modeste zum Verbleib in Köln

Anthony Modeste ist selbst zweifacher Vater. Eine Verantwortung, die der Franzose sehr ernst nimmt und die ihn schließlich zum Verbleib in Köln bewegt hat. Modeste erklärte, dass eine Allergie seines Sohnes dazu geführt habe, dass er einen Wechsel nie ernsthaft in Betracht gezogen habe. „In Deutschland finden wir alles, um ihn zu behandeln. In Frankreich wäre es schwerer, in China könntest du es vergessen. Das ist wichtig für uns.“ Trotz eines „Mega-Angebots“ aus China blieb er deshalb in Köln – freilich nicht, ohne seine Verhandlungsposition zu nutzen, um seinen Kontrakt beim Effzeh ausweiten und sich die Unterschrift finanziell versüßen zu lassen. (mehr dazu hier)

Weiterlesen: „Ich möchte mehr Tore schießen als letzte Saison“

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