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Auf Kurs Europa? So viel ist der zweite Platz wirklich wert


Der britische „Guardian“ hat offenbar Gefallen am 1. FC Köln gefunden. Nach einem ausführlichen Stück über Nationalspieler Jonas Hector im Sommer nutzte Korrespondent Raphael Honigstein nun den Aufschwung der Geissböcke für eine Lobeshymne auf die Geissböcke. Die Frage, die sich alle stellen: Wohin soll es noch gehen mit dem Effzeh?

Köln – Zur Beantwortung dieser Frage hilft aktuell zweierlei. Einerseits die Begeisterung der Fans im Umfeld des Klubs. Am Montagnachmittag, beim gewöhnlich eher überschaubar unterhaltsamen ersten Training der Woche, hatten sich rund fünfhundert (!) Anhänger am Geißbockheim eingefunden.

Selbst mit etwas Skepsis „droht“ eine erfolgreiche Saison

Die Euphorie, so sagt auch Trainer Peter Stöger, muss und soll niemand bremsen. Jeder beim Effzeh freut sich, dass der Klub den Kölner Fans endlich wieder frohe Zeiten beschert. Und doch schwingt diese Vorsicht mit, die Frage, ob das wirklich so weitergeht. Nach einem kaum für möglich gehaltenen Saisonstart öffnen sich plötzlich Tür und Tor für Träumereien. Selbst, wenn man einen Schuss Skepsis hinzu mischt.

Peter Stöger im weiten Rund des RheinEnergieStadion. (Foto: MV)

Peter Stöger im weiten Rund des RheinEnergieStadion. (Foto: MV)

Der Effzeh punktete in der letzten Saison in 34 Spielen mit einem Schnitt von 1,26 pro Partie. Aktuell liegt der Schnitt nach sieben Partien mit 15 Punkten bei 2,15. Man muss kein Prophet sein, um zu vermuten, dass dieser Schnitt kaum zu halten sein wird. Doch wo wird er sich am Ende einpendeln? Und was sagen die Statistiken der Vergangenheit über Mannschaften, die nach sieben Spieltagen auf Rang zwei lagen?

Der Saisonstart als Katapult auf das nächste Level

Selbst, wenn der 1. FC Köln in den verbliebenen Saisonspielen nur noch den Punktschnitt der Vorsaison erreichen sollte (1,26), würde er in 27 Partien noch immer 34 Zähler holen. Zusammen mit den bereits eingefahrenen 15 Punkten als Katapult für die Zukunft würde der Effzeh auf 49 Punkte kommen. Dies hätte in der letzten Saison zu Rang acht gereicht – mit einem Punkt Rückstand auf die europäischen Plätze. Doch die Historie der Bundesliga lässt auf weit mehr hoffen.

Weiterlesen: Was rein statistisch laut der Bundesliga-Geschichte möglich ist

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