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Chance vertan: "Wir hätten kein Hexenwerk gebraucht"

Der 1. FC Köln scheidet nach einem 0:2 (0:1) beim Hamburger SV aus dem DFB-Pokal aus. Die Geissböcke lassen sich von den Rothosen den Schneid abkaufen und verlieren aufgrund einer schwachen ersten Hälfte verdient. Das sehen auch die FC-Verantwortlichen so. Die Stimmen zum Spiel.

Jörg Schmadtke: „Es war ein Pokal-Spiel, in dem wir uns zu sehr auf den Gegner eingelassen und dadurch unsere Linie verloren haben. Es war keine gute Mannschaftsleistung, die natürlich auch immer nicht so gute Einzelleistung beinhaltet. Unser Spiel war ein bisschen zu sehr HSV-Style. Und ich glaube, dass wir den FC-Köln-Style besser können. Das Aus ist kein Makel. Man kann ausscheiden, aber es ist schade, weil es hier eine reelle Chance gab, weiterzukommen.“

Super ärgerlich! Wir haben eine große Chance liegen gelassen

Thomas Kessler: „Ein total gebrauchter Abend für unsere Truppe heute! Wir haben in der ersten Hälfte überhaupt nicht das Spiel gemacht, das uns auszeichnet. Wenn wir in der zweiten Hälfte früh ausgeglichen hätten, hätten wir die Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen. Aber wenn du dann noch den einfachsten Ball verlierst, dann geht es Vollgas nach hinten. Wir hätten kein Hexenwerk gebraucht um weiterzukommen. Deswegen ist es super ärgerlich, dass wir hier eine große Chance liegen gelassen haben, endlich mal im Pokal wieder weiter zu kommen.“

Mergim Mavraj: „Nach den paar Wochen, die ich jetzt beim HSV bin und die sehr ereignisreich waren, war das heute ein besonderer Abend mit einem wirklich besonderen Sieg. Ich weiß, alle schauen auf mich und Köln, aber ich blicke auf unsere Leistung, und auf die können wir sehr stolz sein. Die Mannschaft hat es mir sehr einfach gemacht reinzukommen. Ich habe mich nie als Fremdkörper gefühlt und versuche meinen Teil dazu beizutragen, dass die Null steht. Das hat heute zum zweiten Mal in Folge geklappt. Das freut mich sehr.“

Wir haben unsere Ruhe nicht so gefunden

Leonardo Bittencourt: „Die Hamburger haben das Spiel mit viel Kampf und Leidenschaft an sich gerissen. In der zweiten Hälfte hatten wir die Chance zum Ausgleich, schießen aber zweimal einen Mann auf der Linie an. Wir sind raus, das können wir nicht ändern. Aber die Bundesliga ist ein anderer Wettbewerb. Jetzt gilt es am Sonntag in Freiburg daran anzuknüpfen, was wir gegen Wolfsburg gemacht haben.“

Peter Stöger: „Es war halt ein Pokal-Fight mit einem knappen Ergebnis gegen einen nicht überraschend sehr aggressiven und kampfbetonten Gegner. Wir haben unsere Ruhe nicht so gefunden und damit auch nicht unsere Passqualität. Ich weiß nicht, was Jörg Schmadtke unter ‚HSV-Style‘ versteht, aber es war klar, dass wir Spiele gegen Bundesliga-Klubs verlieren, wenn wir nicht an unsere Leistungsgrenze kommen. Es hätte zwar noch kippen können, aber die Hamburger haben das Spiel verdient gewonnen.“

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2 Kommentare
  1. Oli
    Oli says:

    Naja, keiner kann die beiden „Außenspieler“ öffentlich kritisieren, aber meiner Meinung nach war die Aufstellung Stögers das größte Problem. Ohne Not eine funktionierende Einheit vorne wie zentral gesprengt und zwei technisch limitierte Stürmer als Außenspieler gebracht – damit war Modeste kaum gefährlich im Spiel und die Lücken auf den Außenbahnen viel zu groß. Dazu der Stabilisierungsfaktor Höger draußen – das war einfach zu viel. Rudnevs und Zoller zu bringen um des Mannschaftsgeistes Willen ok, aber beide gleichzeitig UND Höger draußenlassen in einem Pokalspiel ohne Not hätte nicht sein müssen… vercoacht, schade.

  2. Thorsten
    Thorsten says:

    Ich finde auch das die Aufstellung nicht gut war. Zoller und Rudnevs haben kein Bundesligavormat, Özcan zu jung, da hätte Höger aufgestellt gehört….da ja schon einige von Europa träumen hat man gesehen das der Kader dann erst mal breiter werden muss mit mehr Qualität, da wie oben erwähnt einige kein Formst haben für eine Aufstellung von Beginn an…

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