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Unglückliches Comeback: Horn gibt ein Versprechen

Timo Horn hat nach vier Monaten sein Comeback für den 1. FC Köln gegeben. Der Torhüter stand gegen den FC Ingolstadt 04 das erste Mal seit dem 5. November 2016 wieder zwischen den Pfosten. Ein kapitaler Fehler überschattete seine ansonsten souveräne Vorstellung.

Ingolstadt – Kurz vor dem Anpfiff nahmen sich die beiden Freunde noch einmal in die Arme. Dominic Maroh und Timo Horn gingen aufeinander zu, klopften sich auf die Schultern, sprachen sich aufmunternd zu, wünschten sich Glück und Erfolg. Doch es half nur bedingt.

Die 69. Minute macht das perfekte Comeback zunichte

Die gute Nachricht des Samstagabend: Timo Horns Knie hält. Der Torhüter hatte keine Probleme mehr mit dem operierten Knie, das in einer Trainingseinheit im November Schaden genommen hatte. Darüber hinaus machte Horn lange Zeit einen sicheren Eindruck, hielt ruhig und abgeklärt, was zu halten war. Beim 1:1-Ausgleich durch Dario Lezcano war er machtlos, ansonsten wehrte er ab, was auf ihn zukam. Markus Suttner prüfte ihn zweimal mit dessen starken linken Fuß. Dazu ein Kopfball von Morales und kurz vor Ende der Partie ein Schuss von Almog Cohen, den Horn spektakulär aus dem Winkel fischte.

Es hätte das perfekte Comeback sein können, hätte es nicht die 69. Minute gegeben. Romain Bregerie zog aus rund 20 Metern ab. Kein überaus harter Schuss, schon gar nicht platziert. Leicht verdeckt, ja, aber für einen Torhüter der Klasse Horns eigentlich kein Problem. Doch der Ball rutschte durch. Horn, auf den Knien, als der Ball hinter ihm einschlug, sank mit geschlossenen Augen zu Boden, konnte nicht fassen, dass ihm ein solcher Fauxpas unterlaufen war. Seine Mitspieler, ob Kapitän Lehmann oder Kumpel Maroh, kamen zu ihm, klopfen ihm kurz auf den Kopf. Weiter geht’s, kein Problem, wollten sie sagen.

Das tut mir leid für die Jungs

Doch Horn ärgerte sich auch nachher noch über seinen Klops. „Ich habe versucht, mir freie Sicht zu verschaffen. Deshalb bin ich mit dem Körper nicht mehr rechtzeitig hinter den Ball gekommen“, erklärte die Nummer eins nach dem Spiel. „Der Moment danach war sehr bitter und im Endeffekt hat uns das zwei Punkte gekostet. Das tut mir leid für die Jungs, weil eine solche Szene den Rest des Spiels überschattet.“

Weiterlesen: Horns Versprechen – Stögers Lob

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9 Kommentare
    • Lafayette
      Lafayette says:

      Dem pflichte ich bei. Für einen Torhüter der Klasse Horns klar haltbar. Bei Kessler wäre das nicht verwunderlich gewesen. Insgesamt habe ich jedoch den Eindruck gehabt als sei Horn neben der Kappe gewesen. Tut mir wirklich leid für ihn – so wie gestern hat man ihn erstmalig erlebt. Emotional sowie körperlich und verbal. Er wirkt irgendwie angeschlagen. Das sieht man ihm im Gesicht an. Zufrieden und fit wirkte er jedenfalls nicht.

  1. OlliW
    OlliW says:

    Wie auch immer…
    Selbst dem Neuer ist schon ein eigentlich gut haltbarer Schuss durchgeflutscht. Das passiert jedem Profitorhüter. So wie selbet Aubameyang Bälle verspringen und andere brilliante Techniker der Ball zehn Meter übers Tor hauen. Müßig, einen Spielausgang an einer Szene festzumachen, selbst wenn es am Ende rechnerisch passt. So wie gespielt wurde, war es ein Punktgewinn. Und dass es kein Dreier wurde, lag eben an der grottigen Spielweise. Dass sich das dringend ändern muss, ist glaub ich, allen klar. Denn sonst wackelt sogar Saisonziel Platz 9!

  2. Hannes I
    Hannes I says:

    wichtig wird in den nächsten Wochen sein wie sich der FC
    weiterhin präsentiert. Wir wollen eine Mannschaft sehen,
    die den unbedingten Willen hat ein Spiel zu gewinnen.
    Sie können es doch, daß haben sie doch oft genug bewiesen.
    Also auf geht’s Jungs, fangen wir mir mit dem Spiel gegen
    Herta BSC an.

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